Kritik des treuen Möllemann-Anhängers
Pieper weist Angriff auf FDP-Führung zurück

FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper hat die Kritik des schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionschefs Wolfgang Kubicki an der Parteiführung

HB/dpa BADEN-BADEN. Die Verstöße des ehemaligen Parteivize Jürgen Möllemann gegen das Parteiengesetz dürften nicht verschleiert werden, das könne auch nicht Sinn eines Krisenmanagements sein, sagte sie am Donnerstag im Südwestrundfunk. Damit würde man sich selbst strafbar machen. Deswegen seien die Vorwürfe Kubickis "total absurd und wider jegliche Realität", fügte Pieper hinzu.

Kubicki hatte nach dem endgültigen Bruch der FDP-Spitze mit Möllemann wegen der Faltblatt-Finanzaffäre den Parteivorsitzenden Guido Westerwelle scharf attackiert. Kubicki sagte der "Rheinischen Post" mit Blick auf das Verhalten Westerwelles in der Affäre: "Ich will den Bundesvorsitzenden nicht in Frage stellen. Aber es scheint mir so, dass er sich momentan selbst in Frage stellt." Das Krisenmanagement der Bundespartei sei "nicht sehr intelligent".

Kubicki zählt seit langem zu den treuesten Möllemann-Anhängern. Möllemann will die FDP nicht wie von der Parteispitze gefordert freiwillig verlassen. Ihm steht deshalb ein Parteiordnungsverfahren bevor.

Wie Pieper verteidigte auch FDP-Präsidiumsmitglied Martin Matz das Vorgehen Westerwelles. Die Faltblatt-Aktion Möllemanns habe unabhängig von der strafrechtlichen Relevanz einen großen politischen Schaden für die FDP bedeutet, sagte Matz am Donnerstag im Inforadio Berlin-Brandenburg.

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