Kritik vom Bundeskartellamt wirkt
Bahn zieht Bittbrief wieder zurück

Nach Kritik des Bundeskartellamts hat die Deutsche Bahn ihre Forderung nach pauschalen Rückzahlungen von ihren Lieferanten zurückgezogen. "Wir fordern keinen rückwirkenden Beitrag zur Sanierung des Unternehmens von unseren Lieferanten mehr", sagte Bahn-Sprecher Werner Klingberg am Donnerstag in Berlin.

HB DÜSSELDORF. Der Brief an 330 Lieferanten, in dem die Bahn um Rückzahlungen in Höhe von 10 % des Jahresumsatzes bat, sei offenbar irrtümlich in einer vorläufigen Fassung verschickt worden. Das Bundeskartellamt hatte das Vorgehen kritisiert.

Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtete, hatte die Bahn die Lieferanten angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage um finanzielle Unterstützung gebeten. Dabei hatte Bahn-Einkaufs-Chef Stefan Garber bestritten, dass die Bahn ihre Lieferanten damit unter Druck setze. Sie appelliere lediglich an deren "Goodwill", hatte Garber gesagt.

Das Vorgehen der Bahn stoße auf erhebliche kartellrechtliche Bedenken, hatten daraufhin die Wettbewerbshüter erklärt. Die Behörde wies die Bahn an, Stellung zu nehmen und ihre Forderungen an Lieferanten umgehend auszusetzen. Denn möglicherweise verstoße die Bahn gegen das Kartellverbot.

Das Unternehmen bekräftigte aber, man wolle im Einkauf bis zum Jahr 2005 rund 1,9 Mrd. Euro einsparen. Dies werde man in Kooperation mit den Lieferanten erreichen.

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