Kritische Äußerungen
Abservierter Riester: Bin schon enttäuscht

Er hätte gern noch die Vorschläge der Hartz-Kommission umgesetzt, sagte der scheidende Arbeitsminister.

ddp HAMBURG. Der scheidende Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hat sich enttäuscht über seine Ablösung geäußert. In der "Bild»-Zeitung" sagte Riester: "Ich hätte gerne das große Projekt der Arbeitsmarktreform umgesetzt. Die Vorschläge der Hartz-Kommission liegen auf dem Tisch. Wir haben den Gesetzentwurf fast fertig - und ich glaube, dass ich diese Reform gut hinbekommen hätte. Insofern bin ich schon ein bisschen enttäuscht."

Kritisch äußerte sich der Minister zur geplanten Zusammenlegung der Ministerien für Arbeit und Wirtschaft. Er betonte: "Die Idee, Wirtschafts- und Arbeitsministerium zusammenzulegen, kommt von der Opposition. Ich habe mich im Wahlkampf klar dagegen ausgesprochen, weil ich die bisherige Aufteilung für besser hielt. Für die neue Kombination bin ich nicht der Richtige."

Zugleich bot er seinem Amtsnachfolger an, mit Rat zur Seite zu stehen: "Ich stehe natürlich jederzeit zur Verfügung. Das habe ich Wolfgang Clement versprochen. Wie er dann mit meinem Rat umgeht, muss er selbst entscheiden - dafür ist er dann Minister."

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