Kroatien
Petric will mit Kroaten ins Halbfinale

Mladen Petric würde für das Halbfinale nur zu gern in seine alte Heimat Basel zurückkehren. Hier spielte er vier erfolgreiche Jahre vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund.

Sein Hobby ist die Zauberei. Zauberhaft wäre für den in der Schweiz aufgewachsenen Offensivspieler Mladen Petric auch ein EM-Halbfinale im Basel. "Das wäre für mich natürlich eine Riesensache, ein Traum. Ich hatte in Basel eine unheimlich schöne Zeit und denke noch oft an die erfolgreichen Momente beim FC zurück", sagte der 27-Jährige Nationalspieler Kroatiens vor dem Viertelfinale der "Feurigen" gegen die Türkei am Freitagabend in Wien (20.45 Uhr/live in der ARD).

Vor seinem Wechsel zu Bundesligist Borussia Dortmund im vergangenen Sommer spielte Petric vier Jahre lang beim FC Basel. Gleich in seiner ersten Spielzeit gewann der schussgewaltige Mittelfeldspieler mit Basel die Meisterschaft, zwei Jahre später gewann er den Pokal. Trotz einer langwierigen Knöchelverletzung kam Petric in der Saison 2006/07 zurück und holte mit 19 Treffern in nur 25 Spielen die Torjägerkrone und wurde in der Schweiz zudem zum Fußballer des Jahres gewählt.

Zum Publikumsliebling im Baseler St. Jakob-Park avancierte Petric mit seinem Auftritt als Torhüter im Uefa-Cup gegen den AS Nancy am 23. November 2006. Basels Torhüter Franco Costanzo hatte nach einem Foul im Strafraum die Rote Karte gesehen. Das Auswechselkontingent war erschöpft, ein Ersatztorhüter konnte nicht mehr eingewechselt werden.

Petric ging für die letzten Sekunden ins Tor und hielt beim Spielstand von 2:2 einen Elfmeter. "Eine irre Geschichte, das werde ich nie vergessen", meint Petric.

Änlich verrückt klingt auch die Nationalmannschaftskarriere des Stürmers, der sowohl den Schweizer als auch den kroatischen Pass besitzt. Zunächst spielte Petric für die U17-Auswahl der Schweiz. Erst im Alter von 20 Jahren entschied er sich, die Fronten zu wechseln und debütierte im November 2001 beim Spiel gegen Südkorea für Kroatien. "Kroatien war wenige Jahre zuvor bei der WM 1998 in Frankreich Dritter. Die Karrieren von Davor Suker und Alen Boksic neigten sich ihrem Ende entgegen - ich hatte die Hoffnung, irgendwann eine WM spielen zu können. Die Schweiz konnte sich zu diesem Zeitpunkt für kaum ein Turnier qualifizieren", begründet Petric, der bereits im Vorschulalter das damals vom Krieg gebeutelte Jugoslawien verließ und mit seinen Eltern in die Schweiz ausgewandert war, seine Entscheidung.

Die einzige Hürde in seiner sonst nahtlos ineinandergreifenden Karriere erlebte Petric nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund. Nach starker Hinrunde fiel der sympathische Profi in ein ebenso großes Loch wie seine Teamkollegen. Doch trotz der ständig neuen Wechsel-Gerüchte will Petric zumindest auch in der kommenden Saison für die Westfalen spielen.

"Ich hatte am Dienstag ein sehr gutes Gespräch mit unserem neuen Trainer Jürgen Klopp. Die Frage eines Wechsels stellt sich für mich ohnehin nicht, da ich ja noch drei Jahre Vertrag habe", sagte Petric.

© SID

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