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K+S bekräftigt Prognosen - 'Nennenswerte Dividendenerhöhung'

Der Düngemittelhersteller K+S hat nach einem Umsatz- und Ergebnissprung im dritten Quartal seine Prognosen bekräftigt und eine "nennenswerte Dividendenerhöhung" in Aussicht gestellt.

dpa-afx KASSEL. Der Düngemittelhersteller K+S hat nach einem Umsatz- und Ergebnissprung im dritten Quartal seine Prognosen bekräftigt und eine "nennenswerte Dividendenerhöhung" in Aussicht gestellt. Auch für 2005 seien die Perspektiven günstig, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Montag in Kassel mit. Die Gruppe habe von der weltweit starken Nachfrage profitiert und zum Teil deutliche Preisanhebungen durchgesetzt. Händler und Analysten zeigten sich positiv überrascht. Die Aktie legte bis zum frühen Nachmittag in einem freundlichen Umfeld um 2,60 Prozent auf 34,30 Euro zu.

In den verbleibenden Wochen des laufenden Jahres dürfte die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft zufolge anhalten. Grund sei insbesondere die weltweit starke Nachfrage nach Kalidüngemitteln. Für das Gesamtjahr rechnet die K+S-Gruppe beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) weiter mit einer deutlichen Verbesserung. Trotz der höheren Steuerbelastung sei auch beim Jahresüberschuss eine weitere Verbesserung zu erwarten.

Realistische Chance FÜR Nennenswerte Dividendenerhöhung

Angesichts dieser Entwicklung bestehe eine "realistische Chance", dass der Hauptversammlung im Mai eine "nennenswerte Dividendenerhöhung" vorgeschlagen werde. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft einen Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet.

Auch für 2005 bleibt die Gesellschaft "sehr zuversichtlich". Dies gelte, sofern sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht signifikant verschlechterten. K+S erwartet eine anhaltend starke Nachfrage nach Kalidüngemitteln. "Trotz steigender Produktion ist Kali derzeit weltweit knapp", sagte K+S-Chef Ralf Bethke. Darüber hinaus sollten Kostensenkungsmaßnahmen wirken. Zudem stünden 2005 zusätzliche Produktionsmengen zur Verfügung. Diese dürften die Ertragskraft der Gruppe stärken.

Quartalszahlen

Mit den Zahlen zum dritten Quartal übertraf die Gesellschaft Händlern zufolge die Erwartungen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte um 122 Prozent auf 23,3 Mill. Euro. Den größten Ergebnisschub lieferten wie bereits im Vorquartal Kali- und Magnesiumprodukte. Der Umsatz legte um zwölf Prozent auf 551,2 Mill. Euro zu. Neben Preiserhöhungen bei Kali- und Magnesiumprodukten sowie Stickstoffdüngemitteln sei auch die vollständige Einbeziehung des Salzherstellers esco für das Wachstum verantwortlich. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich trotz höherer Ertragsteuern um 146 Prozent auf 20,7 Mill. Euro. Dies entspreche je Aktie 49 Cent und damit 29 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen des Düngemittelherstellers zum dritten Quartal fielen nach Einschätzung eines Händlers überraschend positiv aus. "Die Aktie hat nun gute Chancen, die Marke von 35 Euro zu testen." Ein anderer Marktteilnehmer sagte: "Die Zahlen lagen deutlich über den Erwartungen."

Analysten Positiv Überrascht

Das Bankhaus Hsbc Trinkaus & Burkhardt kündigte nach den überraschend positiven Zahlen eine Überarbeitung der eigenen Gewinnprognosen an. Das Düngemittelgeschäft habe weiter erfreuliche Zuwächse verzeichnet, während das Geschäft mit den privaten Kunden unter Druck bleibe, betonte das Bankhaus. Die Experten kündigten eine Anhebung der Gewinnprognosen an. Bisher wird für 2004 ein Gewinn je Aktie von 2,01 Euro und für 2005 von 2,24 Euro erwartet. Auch die HVB zeigte sich positiv überrascht und bekräftigte ihre Einstufung mit "Outperform" und einem Kursziel von 39,00 Euro.

Einen Wechsel bei der Aktionärsstruktur kann die Gesellschaft derzeit nicht ausmachen. Der Chemiekonzern Basf als größter Aktionär dürfte sich angesichts der guten operativen Rendite nicht aus dem Engagement zurückziehen. Basf halte derzeit gut zehn Prozent an K+S. Die Gruppe gehört mit gut 11 000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Herstellern von Kali-Düngemitteln.

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