Kuba-Frage
McCain: Sarkastischer Seitenhieb gegen Castro

In einem sarkastischen Seitenhieb hat der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro einen baldigen Tod gewünscht. Auch über dessen Bruder und voraussichtlichen Nachfolger Raul äußerte sich McCain kritisch.

HB INDIANAPOLIS. „Ich hoffe, dass er sehr bald die Gelegenheit bekommt, Karl Marx zu treffen“, sagte der US-Politiker am Freitag in Anspielung auf den vor 125 Jahren verstorbenen Mitbegründer der kommunistischen Theorie. Zudem äußerte McCain auf einer Wahlkampfveranstaltung die Ansicht, dass sich die Lage in Kuba unter Castros Bruder und voraussichtlichem Nachfolger Raul kaum verbessern dürfte: „Raul ist in vielerlei Hinsicht schlimmer als Fidel“, sagte er.

Nach knapp 50 Jahren an der Macht hatte der schwer erkrankte Fidel Castro am Dienstag seinen endgültigen Rückzug von der Staatsspitze angekündigt. Bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments dürfte daher Raul Castro am Sonntag zum nächsten Präsidenten bestimmt werden. Der fünf Jahre jüngere Bruder des Maximo Lider hat die Amtsgeschäfte bereits seit Juli 2006 inne, nachdem Fidel sich einer Darmoperation unterziehen musste.

Als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner vertritt McCain in der Kuba-Frage eine ähnlich harte Haltung wie Präsident George W. Bush, der während seiner Amtszeit das jahrzehntelange Handelsembargo gegen die kommunistisch regierte Karibik-Insel noch einmal verschärft hat.

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