Kubanischer Präsiden sieht in USA "Exporteure des Verbrechens"
Castro: Keine Beweise der USA für Urheberschaft von Anschlägen

Der kubanische Präsident ist nicht davon überzeugt, dass der Fundamentalistenführer Osama bin Laden hinter den Anschlägen steckt. Es scheine so, dass Washington keine konkreten Hinweise auf die Attentäter habe, sagte Castro.

afp BUENOS AIRES. Nach Auffassung des kubanischen Präsidenten Fidel Castro sind die USA den Beweis für die Urheberschaft der Anschläge vom 11. September in New York und Washington bislang schuldig geblieben. Im Gespräch mit argentinischen Journalisten sagte Castro nach Berichten vom Mittwoch (Ortszeit), er sei "nicht davon überzeugt", dass der Fundamentalistenführer Osama bin Laden hinter den Anschlägen stecke. Es scheine so, dass Washington keine konkreten Hinweise auf die Attentäter häbe. Offenbar hätten die USA Schwierigkeiten, das gewünschte Beweismaterial vorzulegen.

Castro beschuldigte die USA, «organisierte Exporteure des Verbrechens» zu sein. So sei Washington verantwortlich für den Sturz und den Tod des demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende 1973, für den Militärputsch in Argentinien drei Jahre später, sowie für die Unterstützung der Contra-Rebellen gegen die nicaraguanische Regierung in den 80er Jahren und "unterdrückerische Regime" in Lateinamerika und weltweit. Kuba sei seit 40 Jahren das Ziel terroristischer Attentate, fügte Castro hinzu. Er verwies unter anderem auf die niemals aufgeklärte Explosion eines kubanischen Flugzeugs in den 70er Jahren vor Barbados mit mehr als 70 Toten, unter ihnen unschuldige Jugendliche.

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