Kündigung von 650 Mitarbeitern vom Tisch
Lufthansa beantragt Kurzarbeit für 12 000 Mitarbeiter

Zur Kostensenkung nach massiven Buchungsrückgängen hat die Deutsche Lufthansa am Donnerstag für das Kabinenpersonal Kurzarbeit beim Arbeitsamt beantragt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Für 12 000 Flugbegleiter soll die Kurzarbeit rückwirkend zum 1. November beginnen und kann bis zum 30. April 2002 verlängert werden, teilte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag mit. Damit sei die Kündigung von 650 Mitarbeitern in der Probezeit vom Tisch.

Die Kurzarbeit ist nach Darstellung der Lufthansa allerdings nur "ein erster Beitrag", um die wirtschaftlichen Probleme in Folge der Terroranschläge in den USA und dem starken Rückgang der Buchungen zu lösen. "Wir müssen weiter an Lösungen arbeiten", sagte die Sprecherin. Deshalb werde es weitere Gespräche zwischen der Lufthansa und den Gewerkschaften über Einsparmöglichkeiten in der Kabine, am Boden und im Cockpit geben.

Bei der Kurzarbeit wird die Grundvergütung auf einer Basis von 70 Flugstunden im Monat garantiert. Über das Einsparvolumen wollte das Unternehmen keine Angaben machen. Der Konzern schließt für 2001 einen Verlust nicht aus. Nach Angaben von Lufthansa-Chef Jürgen Weber fehlen dem Unternehmen tägliche 30 000 Fluggäste. Dies bedeute Ausfälle von 100 Mill. DM (rund 51 Mio Euro) pro Woche. Deshalb wurden schon eine Reihe von Sparmaßnahmen wie ein Einstellungs- und Investitionsstopp beschlossen.

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