Kündigung zulässig
Mitarbeiter mit Testeinkäufen kontrollieren

Vom Arbeitgeber veranlasste "Ehrlichkeitskontrollen" und Testeinkäufe stellen keinen rechtswidrigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht von Mitarbeitern dar.

dpa/HB MAINZ. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Daher sei eine fristlose Kündigung grundsätzlich wirksam, wenn auf Grund einer solchen Kontrolle der Verdacht besteht, dass eine Kassiererin Geld unterschlägt, betonten die Richter.

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Kündigungsschutzklage einer Kassiererin ab. Bei zwei Testkäufen hatte sich herausgestellt, dass die Klägerin einen Betrag von einmal 15,00 Mark und dann von 10,00 Mark nicht in die Registrierkasse eingegeben hatte, sich aber auch kein entsprechendes Plus in der Kasse fand. Daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber fristlos mit der Begründung, es bestehe der Verdacht der Unterschlagung. Nach den im Betrieb geltenden Arbeitsanweisungen sind sämtliche Einzahlungen von Kunden in der Kasse zu registrieren.

Das LAG sah die Kündigung als gerechtfertigt an. Als unerheblich werteten die Richter, dass es sich nur um kleinere Beträge gehandelt habe. Sie ließen vielmehr erkennen, im Laufe der Zeit lasse sich auch mit kleineren Beträgen durchaus eine stattliche Summe erreichen.

Az.: 7 Sa 1327/01

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