Kündigung zulässig
Stewardess tauschte Banknoten: Geldwäsche-Verdacht

Einer Flugbegleiterin ist wegen Verdachts der Geldwäsche am Arbeitsplatz zu Recht fristgerecht gekündigt worden, weil sie rosa gefärbte Banknoten aus einem Bankraub in saubere getauscht hatte.

HB/dpa FRANKFURT/M. Das geht aus einem am Donnerstag bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit in diesem Punkt die Klage der Stewardess zurück. Die darüber hinaus ausgesprochene fristlose Kündigung der Arbeitnehmerin wurde allerdings auf Grund formaler Mängel als unzulässig angesehen (Az.: 10 Ca 9237/01).

Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen hatten die Frau dabei beobachtet, wie sie rosa gefärbte Banknoten in einen Geldautomaten der Lufthansa zur Gutschrift auf dem eigenen Mitarbeiterkonto eingab. Kurze Zeit später ließ sie sich das Guthaben am Zahlschalter mit normalen Geldscheinen wieder auszahlen.

Die Scheine stammten aus einem Banküberfall und waren mit einem so genannten "Security-Pack" in Berührung gekommen. Solche Geld-Pakete werden an Räuber ausgegeben; sie enthalten eine Einrichtung, mit der das geraubte Geld rot eingefärbt wird. Mit dem Vorwurf der Geldwäsche konfrontiert, erklärte die Stewardess, das Geld von einem Passagier im Rahmen des "Bordverkaufs" erhalten zu haben. Der Passagier habe die Farbe als Rotweinflecken erklärt.

Laut Urteil ist die Flugbegleiterin zumindest "eines schwerwiegenden Vertragsverstoßes verdächtig". Auf Grund ihres Verhaltens bestehe der "dringende Verdacht", dass sie das Geld nur deshalb auf ihr Mitarbeiterkonto eingezahlt habe, "um sich des Problems mit den gefärbten Geldscheinen zu entledigen".

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