Künftig vier strategische Geschäftsbereiche
Coca-Cola strukturiert Führungsspitze um

Der weltweit größte Getränkehersteller Coca-Cola Co. hat am Sonntag als Teil einer Restrukturierung des Managements den Rücktritt von Präsident Jack Stahl bekannt gegeben. Stahl werde anderswo neue Herausforderungen suchen, erklärte Coca-Cola-Chef Doug Daft in Atlanta.

Reuters ATLANTA. Das Unternehmen rüste sich mit seiner neuen Struktur für das neue Jahrhundert. Analysten zufolge ist der Rücktritt eine Konsequenz der gestrafften und dezentralisierten Führung durch Daft. Nach eigenen Angaben plant der Konzern in Zukunft eine flachere und beweglichere Organisation mit vier strategischen Geschäftseinheiten.

Stahl sei zu dem Schluss gekommen, er habe Coca-Cola geholfen eine neue Agenda und neue Prioritäten zu setzen und werde nun neue Herausforderungen suchen, hieß es weiter. Dem Konzern zufolge wird es in Zukunft nur noch vier strategische Geschäftseinheiten für Nord- und Südamerika, Asien, Europa/Afrika sowie für den Bereich Neue Geschäftsfelder geben. Diese Einheiten würden als bewegliches und unternehmerisches Netz zusammenarbeiten und seien bestens gerüstet, um vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten aufzugreifen.

Der Abgang des zweiten Mannes hinter Konzernchef Daft sei eine Frage der Konzernstruktur und was er persönlich für Ziele habe, sagte Marc Cohen, Analyst bei Goldman Sachs. Stahl habe vorgehabt, Vorstandsvorsitzender zu werden, aber dieses Ziel sei bei Coca-Cola noch weit entfernt gewesen, sagte Cohen weiter. Der Rücktritt von Stahl sei zudem Teil der Dezentralisierungsstrategie von Daft, sagte John Sicher von der Branchenzeitschrift "Beverage Digest". Jetzt gebe es drei Personen, die auf lokaler Ebene die Verantwortung trügen und nur Daft Bericht erstatten würden, sagte Sicher. Nach Konzernangaben werden künftig Jeffrey Dunn den Bereich Nord- und Südamerika leiten, A.R.C. Sandy Allen die Geschäfte in Asien sowie Charles Frenette den Bereich Europa/Afrika. Der Leiter der Einheit Neue Geschäftsfelder werde in Kürze bekannt gegeben.

Jack Stahl gehörte den Angaben zufolge seit rund 20 Jahren zum Coca-Cola-Konzern und war zuletzt im April zum Präsidenten gewählt worden. Zuvor hatte Stahl die Nord-Amerika-Gruppe, die Süd-Amerika-Gruppe sowie die Saftmarke Minute Maid bei Coca-Cola geleitet.

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