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Künftiger ABB-Chef sieht Talsohle durchschritten - ab 2006 Zukäufe

Der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB Ltd hat nach Einschätzung des künftigen Konzernchefs Fred Kindle die Talsohle durchschritten. "Das Unternehmen ist nicht mehr am Rande des Abgrundes", sagte Kindle am Dienstag in Mannheim.

dpa-afx MANNHEIM. Der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB Ltd hat nach Einschätzung des künftigen Konzernchefs Fred Kindle die Talsohle durchschritten. "Das Unternehmen ist nicht mehr am Rande des Abgrundes", sagte Kindle am Dienstag in Mannheim. Vom Jahr 2006 an sei wieder mit kleineren Zukäufen zu rechnen. ABB war vor knapp zwei Jahren tief in die roten Zahlen gerutscht und in eine Existenzkrise geraten. Kindle löst zum Jahreswechsel Jürgen Dormann als Chef ab, ist aber bereits seit September im Unternehmen beschäftigt.

Nach Angaben von Kindle gibt es derzeit keine Pläne für ein erneutes Restrukturierungsprogramm des Technologiekonzerns. Durch Verkäufe werde die Zahl der Mitarbeiter zwar im Konzern auf unter 100 000 sinken. Das Unternehmen habe aber "das Schlimmste überstanden", versicherte der künftige Konzernchef. Kindle kündigte an, in Kürze den Namen des neuen Finanzvorstands zu präsentieren, der auf den scheidenden Peter Voser folgt.

Bei ABB Deutschland liegt die Zahl der Beschäftigten nach dem ersten Halbjahr bei 13 100. Sie ist die größte Landesgesellschaft des Konzerns. Im ersten Halbjahr 2004 war der Umsatz zum Vorjahr um zwei Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Auftragseingang betrug unverändert 1,4 Mrd. Euro. Laut Deutschland-Chef Bernhard Jucker wird das Unternehmen zum Abschluss des Geschäftsjahres 2004 die roten Zahlen verlassen und 2005 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Das Geschäftsjahr 2003 war mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern von 120 Mill. Euro abgeschlossen worden./g

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