Künftiger Aussenminister
Powell kündigt harte Haltung gegen den Irak an

Reuters CRAWFORD. Der künftige US-Außenminister Colin Powell hat ein unnachgiebiges Vorgehen der USA gegen den Irak angekündigt. Powell sagte am Samstag in Crawford im US-Bundesstaat Texas, die USA wollten gemeinsam mit ihren Verbündeten den gegen den Irak verhängten Sanktionen zu mehr Stoßkraft verhelfen. Der Irak habe die nach der Niederlage im Golfkrieg 1991 vereinbarten Zusagen nicht erfüllt und müsse mit Sanktionen dazu gezwungen werden. Der irakische Präsident Saddam Hussein sei in einer schwachen Position und müsse weiter unter Druck gesetzt werden. Powell war während des Golfkrieges US-Generalstabschef. Der künftige US-Präsident George W. Bush hatte ihn am Samstag als neuen Außenminister nominiert.

Die UNO hatte nach dem Einmarsch des Irak 1990 in Kuwait Sanktionen gegen den Irak verhängt, die jedoch in jüngster Zeit gelockert wurden. Der Irak ist bis heute den zugesagten Nachweis schuldig geblieben, weder über Massenvernichtungswaffen noch über deren Produktionsmittel zu verfügen. Die Führung in Bagdad lehnt die Einreise von Waffeninspektoren der UNO ab, die die Abrüstung des Landes überprüfen sollen.

Der Irak hatte am Samstag mit Gleichgültigkeit auf die künftige US-Regierung reagiert. Außenminister Tarek Aziz sagte in Bagdad, für den Irak sei es einerlei, wer neuer US-Präsident sei. Die amerikanische Politik seinem Land gegenüber werde sich ohnehin nicht ändern.

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