Kürzung der Fördermenge unsicher
Ölpreis fällt weiter

Nach Beginn des militärischen Gegenschlags der USA in Afghanistan am Wochenende fällt der Preis für Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) weiter. Am Dienstag landete der Preis für ein Barrel (159 Liter) mit 19,61 Dollar neuerlich auf einem Zweijahrestief, berichtete das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien.

vwd-apa WIEN. Schon am Montag war der Preis mit 19,75 Dollar nahezu auf das bisherige Preistief von 19,65 Dollar gefallen. Dieses war am Mittwoch der Vorwoche erreicht worden.

Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Am Dienstag lag der OPEC-Ölpreis bereits den zwölften Tag in Folge unterhalb dieses Preisbands. Ein ursprünglich zwischen den OPEC-Ländern vereinbarter automatischer Preis- und Produktionsmechanismus sieht eine Kürzung der Fördermengen von aktuell 23,5 Millionen Barrel täglich um eine halbe Million bereits dann vor, wenn der Ölpreis nur zehn Handels-Tage unter den angestrebten 22 Dollar liegt. Diesen Mechanismus hat die OPEC aber vorübergehend aufgehoben, um die Auswirkungen der US-Gegenschläge auf Afghanistan auf den Ölpreis abzuwarten, wie OPEC-Generalsekretär Ali Rodriguez zuletzt betonte.

Eine Kürzung der Ölfördermengen scheint daher weiter unsicher. Hieß es am Dienstag noch in Kreisen des Kartells, es gäbe bereits Bestrebungen innerhalb der OPEC, die Fördermengen um 700 000 bis 1 Million Barrel pro Tag zu verringern, betonte ein führender Vertreter am Mittwoch, dass es im Kartell derzeit noch keinen mehrheitlichen Konsens über eine Kürzung der Fördermengen gebe. Allerdings räumte diese Quelle ein: "Ich weiß aber nicht, wie lange die Öl exportierenden Länder einem so niedrigen Preis standhalten können."

Ein nächsten Treffen der Ölminister ist für 14. November in Wien angesetzt. OPEC-Generalsekretär Ali Rodriguez schließt ein dringendes Sondertreffen noch vor diesem Termin aber nicht aus.

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