Der Blackberry
von RIM ist in Managerkreisen bereits zur Kultmaschine geworden. Die Frage ist nun: Kann der amerikanische Anbieter mit seiner Speziallösung für mobile E-Mails die begonnene Erfolgsstory fortsetzen?
hiz DÜSSELDORF. Eine Untersuchung der Marktforscher von Berlecon Research beschäftigt sich mit der Zukunft der mobilen E-Mail. Im Mittelpunkt stehen Chancen und Herausforderungen, der sich die E-Mailmaschine Blackberry
stellen muss.
Mike Lazaridis, Gründer und Co-CEO von Research in Motion
(RIM), hat dabei große Pläne. Mit seinem Blackberry
, einer Kombination aus Handy und PDA speziell für den mobilen E-Mail-Zugriff, sieht er sich als das nächste Microsoft
, wie "Der Spiegel" berichtete. In der Tat ist Blackberry
eine Erfolgsgeschichte: Die Kombination aus Endgeräten, die für E-Mails optimiert sind, mit einem Push-Dienst, der E-Mails sofort nach Eintreffen vom Server auf das mobile Gerät weiterleitet, fasziniert immer mehr Manager. Folgerichtig haben mittlerweile alle Mobilfunkanbieter in Deutschland einen Blackberry
im Angebot. Als Letzter ist vor kurzem E-Plus nachgezogen.
Soweit die Erfolgsgeschichte. Aber wie geht es weiter? Hat Blackberry
wirklich das Zeug dazu, in die Fußstapfen von Microsoft
zu treten oder ist es nur eine überbewertete Nischenlösung, quasi ein Gameboy für Manager? Die Wachstumsraten sind zwar beachtlich, aber die absolute Verbreitung ist noch gering. Nach Angaben von RIM hatte Blackberry
Ende August weltweit 1,66 Millionen Nutzer, davon etwa 300 000 außerhalb Nordamerikas. Verglichen mit mehr als 65 Millionen Mobilfunkteilnehmern alleine in Deutschland eine recht bescheidene Zahl.
Einige Argumente, so die Marktforscher, sprechen dafür, dass der Blackberry
es nicht leicht haben wird, aus der gegenwärtigen Manager-Nische herauszuwachsen. Da sind zum einen die Kosten: Für den Dienst fallen zusätzlich zu den Installationskosten monatliche Gebühren an, die je nach Angebot und Anbieter um die 20 Euro pro Monat liegen. Ein geringer Betrag für einen Vorstandsvorsitzenden. Sollen aber mehrere hundert Außendienstler ausgestattet werden, sind einige Alternativen möglicherweise kostengünstiger. Solche Überlegungen spielen erst recht bei den preissensiblen Privatnutzern eine Rolle.
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