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Kulturstaatsministerin Weiss für Änderung der RechtschreibreformDPA-Datum: 2004-07-18 13:21:57

Hamburg (dpa) - Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) hat sich im neu entfachten Streit um die Rechtschreibreform für eine Änderung der neuen Schreibregeln ausgesprochen. Sie würde es begrüßen, «wenn sich alle Regierungschefs der Bundesländer in dieser wichtigen Frage erneut zusammensetzen, um unsinnige Neuerungen wie die verwirrende Getrenntschreibung rückgängig zu machen», schreibt Weiss in einem Gastbeitrag für die «Bild am Sonntag».

Hamburg (dpa) - Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) hat sich im neu entfachten Streit um die Rechtschreibreform für eine Änderung der neuen Schreibregeln ausgesprochen. Sie würde es begrüßen, «wenn sich alle Regierungschefs der Bundesländer in dieser wichtigen Frage erneut zusammensetzen, um unsinnige Neuerungen wie die verwirrende Getrenntschreibung rückgängig zu machen», schreibt Weiss in einem Gastbeitrag für die «Bild am Sonntag».

Berechtigte Einwände müssten sehr ernst genommen werden. «Es wäre ein Fehler, neue Schreibregeln gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen.» Sprache könne nicht von der Politik verordnet werden. «Sie sollte von Experten - wie der Duden-Redaktion - beobachtet und weiterentwickelt werden.»

Die Regierungschefs von Niedersachsen und Bayern, Christian Wulff (CDU) und Edmund Stoiber (CSU), hatten vor kurzem angekündigt, die Reform zum Thema des nächsten Treffens der Länder-Regierungschefs zu machen. Wulff möchte die Zuständigkeit dafür der Kultusministerkonferenz (KMK) entziehen und sie zur Sache der Ministerpräsidentenkonferenz machen.

Die KMK-Präsidentin und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) verwies dagegen darauf, dass die Ministerpräsidenten 1996 der Reform zugestimmt hätten. «Eine Rücknahme der Reform ist nicht sinnvoll, den Schülern nicht zumutbar - ganz abgesehen von den Kosten», sagte sie.

Nach Ansicht von Christina Weiss wird die Reform aber von vielen Deutschen noch immer nicht akzeptiert. «Schlimmer noch: Bis heute haben die meisten die Regeln weder verinnerlicht noch werden sie von ihnen angewandt», schreibt die Kulturstaatsministerin in der «Bams».

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