Kunden benötigen mehr Beratung
Comdirect Bank sieht keine Gefahr für Arbeitsplätze

Die Arbeitsplätze bei der Comdirect Bank AG sind nicht in Gefahr. Bei steigenden Kundenzahlen werde auch die Belegschaft der Bank weiter wachsen, sagte Vorstand Christian Jessen in Quickborn bei Hamburg.

dpa QUICKBORN. "Die Aufgaben der Mitarbeiter können sich allerdings verändern", erklärte Jessen. Durch intensive Schulung würden Call-Center-Agenten für Betreuungsaufgaben qualifiziert. Die neuen Kunden benötigten eher mehr Betreuung als früher, sowohl in technischer wie in fachlicher Hinsicht.

Jessen reagierte damit auf Äußerungen des Chefs der Bank 1822direkt, Manfred Weinel, der in einem Interview 25 % aller Arbeitsplätze bei Direktbanken als gefährdet eingestuft hatte. "Ich sehe keinen Anlass, von Abbau zu sprechen", sagte dagegen Jessen. Die Comdirect Bank hat sich mit mehr als 1 500 Mitarbeitern, davon 700 in Call-Centern, zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Schleswig-Holstein entwickelt. Die noch junge Bank hat sich bereits stark gewandelt: Gaben noch 1997 rund 71 % der Kunden ihre Orders per Telefon auf, so waren es zuletzt nur noch 7 %.

Auf Modellrechnungen, nach denen jeder einzelne Bankmitarbeiter bei sinkenden Aktienkursen immer weniger Depotvolumen bewegt, sagte Jessen, dass die steigende Kundenzahl entscheidend sei. "Natürlich sind die Depots durch die Entwicklung an den Aktienmärkten kleiner geworden", sagte er. "Aber die Kunden sind nach wie vor da; sie haben ja nicht ihre Aktien verkauft oder die Depots aufgelöst." Gerade das erste Quartal 2001 habe für die Comdirect Bank einen erfreulichen Zuwachs von mehr als 40 000 Kunden gebracht, so dass neue Mitarbeiter erforderlich würden. Europaweit hat die Bank rund 620 000 Kunden.

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