Kunden stecken ihr Geld vor allem "in kleine Investmentprodukte" und "wollen auf der sicheren Seite sein"
AWD profitiert vom Trend zu mehr Sicherheit bei Geldanlage

Der Finanzdienstleister AWD AG hat im ersten Quartal 2001 trotz rückläufiger Neuverträge deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe 24,4 Mill. DM nach 5,1 Mill. DM im ersten Quartal 2000 betragen, teilte die im MDax notierte AWD AG am Dienstag mit.

Reuters/dpa HANNOVER. Die Umsatzerlöse kletterten um 21,5 % auf 179,2 Mill. DM. Die Neuverträge lagen mit 127 000 dagegen rund zehn Prozent unter der Vorjahreszahl. Während damals wegen des Börsenbooms viele kleinere Investmentfondsanteile vermittelt worden seien, habe es nun einen Trend zu sichereren Anlagen mit höheren Provisionen gegeben, erläuterte dies AWD-Sprecher Folkert Mindermann.

Im Gesamtjahr solle der Umsatz um mehr als 20 % und das Ergebnis um mehr als 30 % gesteigert werden, bekräftigte AWD. Der Finanzdienstleister vermittelt Investmentfonds und Versicherungen verschiedener Anbieter. Im Zuge der Rentenreform erwarte AWD eine steigende Nachfrage nach privaten Altersvorsorgeprodukten. Auch bei der betrieblichen Altersabsicherung gebe es stärkere Marktchancen. Erste, speziell dafür ausgebildete AWD-Berater hätten ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Der Quartalsüberschuss erhöhte sich den Angaben zufolge auf 14,9 (1,7) Mill. DM. Das überproportionale Ergebniswachstum, das sich im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2000 auf 24,4 Mill. DM fast vervierfachte, sei vor allem auf geringere Marketingkosten zurückzuführen, hieß es im Quartalsbericht. AWD hatte im ersten Quartal 2000 kräftig die Werbetrommel für seinen Börsengang gerührt. Der Finanzdienstleister war im Oktober in den amtlichen Handel an der Frankfurter Börse gegangen und wurde im März in den MDax aufgenommen. AWD-Aktien lagen am Vormittag mit 55 ? 1,3 % im Plus, während der MDax nur 0,2 % fester notierte.

Insgesamt waren knapp 2 700 Wirtschaftsberater des Finanzdienstleisters im Einsatz, fast 20 % mehr als im ersten Quartal 2000. Die Zahl der Repräsentanzen stieg auf 274 (216). Wegen des schwachen Börsenumfeldes sei im ersten Vierteljahr die Nachfrage nach sicheren Kapitalanlageformen gestiegen, sagte AWD-Sprecher Mindermann. So stieg der Anteil der vermittelten Lebensversicherungen am Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2000 auf 22 von 16 %, während der Anteil von Investmentfonds auf 18 von 29 % zurückging. Stabil mit 31 % blieb der Umsatzanteil fondsgebundener Produkte, hieß es weiter.

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