Kunden wollen keine "unreifen Produkte"
Vodafone-Chef: UMTS-Geschäft startet langsamer als erwartet

Der zukünftige Mobilfunkstandard UMTS wird langsamer starten als viele vermutet haben.

ddp Köln. Die Kunden geben ihr Geld ungern für "unreife Produkte" aus, sagte Chris Gent, Chef des weltgrößten Mobilfunkkonzerns Vodafone, in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Daher halte sich sein Unternehmen auch mit Ankündigungen in Bezug auf den neuen Standard lieber zurück. Dennoch sieht sich Gent mit zehn UMTS-Lizenzen in Europa für die nächste Mobilfunkgeneration gerüstet.

Einen Teil der Zurückhaltung beim Geschäft mit dem neuen Mobilfunkstandard führt Gent auch auf die Auktionen zurück, die die Mobilfunkbranche in Europa rund 100 Milliarden Euro kosteten. Die Versteigerungen hätten den Markt geschockt und die Kurse nach unten getrieben.

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist der kommende Mobilfunkstandard, der ab dem Jahr 2002 auf das bisherige GSM-System folgen soll. UMTS überträgt die Daten paketweise und ermöglicht eine bis zu 200mal schnellere Übertragung als mit heutigen GSM-Mobiltelefonen und etwa 30mal schneller als ISDN. Mit dem neuen Standard sollen künftig viele zusätzliche Anwendungen möglich werden, wie die Übertragung von bewegten Bildern in Echtzeit und Dienste für den mobilen Handel (M-Commerce).

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