Kundenzahl und Umsatz in Deutschland gesteigert
T-Mobile hängt D2 Vodafone weiter ab

Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, hat im zweiten Quartal 2002 Angaben aus Unternehmenskreisen zufolge die Kundenzahl und den Kundenumsatz gesteigert und sich damit weiter von seinem größten Konkurrenten D2 Vodafone abgesetzt.

Reuters FRANKFURT/M. Aus den Kreisen verlautete am Montag, die Kundenzahl des deutschen Netzanbieters T-Mobile habe zum Ende des zweiten Quartals bei mehr als 23,2 Millionen gelegen. Im Vorquartal hatte die Kundenzahl 23,038 Millionen betragen. Auch der pro Kunde erzielte Umsatz (Arpu) habe sich gegenüber dem Umsatzvolumen im Vorquartal in Höhe von 23,2 Euro verbessert. "Der Arpu ist leicht gestiegen", hieß es in den Kreisen weiter.

T-Mobile ist in Deutschland Marktführer im Mobilfunkmarkt. Der größte Konkurrent D2 Vodafone steigerte eigenen Angaben zufolge den Arpu im zurückliegenden Quartal ebenfalls, verlor jedoch rund 90 000 Kunden. D2 Vodafone zählte zum Quartalsende in Deutschland 21,345 Millionen Nutzer.

Auch E-Plus verliert weiter Kunden

Außer D2 Vodafone hat auch der drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, E-Plus, im abgelaufenen zweiten Quartal nach Angaben aus Branchenkreisen Kunden verloren. Aus den Kreisen verlautete am Montag, E-Plus habe im Quartal zwar Vertragskunden gewonnen, jedoch deutlich mehr inaktive Nutzer mit im Voraus bezahlten Mobilfunkkarten (Prepaid) aus dem Bestand nehmen müssen.

Unter dem Strich sei die Kundenzahl daher deutlich gesunken. Über die Höhe des Kundenabgangs wurden in den Kreisen keine genauen Angaben gemacht. Es hieß jedoch, im Vergleich mit dem Branchenzweiten D2 Vodafone seien die Verluste der Kundschaft von E-Plus "deutlich größer" ausgefallen. Als Grund dafür wurde auf den überdurchschnittlichen Bestand von Prepaid-Kunden bei E-Plus verwiesen. D2 Vodafone verlor im zweiten Quartal 2002 eigenen Angaben zufolge rund 90 000 Kunden.

Prepaid-Kunden laden ihre Guthabenkarten oftmals nicht mehr auf und wechseln zu einem anderen Anbieter. Diese inaktiven Kunden werden von den Netzbetreibern meist nach 15 Monaten aus dem Bestand genommen. Auf Grund dieser Ausbuchung der Prepaid-Kunden und der weitgehenden Marktsättigung hat E-Plus binnen Jahresfrist deutlich beim Kundenbestand eingebüßt.

Ende Juli 2001 hatte die Kundenzahl noch bei 7,52 Millionen gelegen und war nach vorübergehender Stabilisierung zu Ende März 2002 auf rund 7,3 Millionen gefallen. Allerdings verzeichnete die Tochter des niederländischen Telekom-Konzerns KPN in diesem Zeitraum einen Zuwachs bei den umsatzstärkeren Vertragskunden.

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