Kundgebung von pro-russischen Sicherheitskräften aufgelöst
Demonstranten in Grosny fordern Moskau zu Verhandlungen auf

Etwa 2 000 Demonstranten haben in der tschetschenischen Haupstadt Grosny ein Ende des Krieges gefordert.

afp SLEPZOWSK. Sie verlangten von Russland die Freilassung inhaftierter Zivilisten sowie die Aufnahme von Verhandlungen mit dem von Moskau nicht anerkannten Präsidenten Aslan Maschadow, wie am Sonntag in der Nachbarepublik Inguschetien bekannt wurde. Die Kundgebung sei nach drei Stunden von pro-russischen Sicherheitskräften aufgelöst worden, berichteten Augenzeugen. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS meldete unter Berufung auf das russische Militär, die Demonstration sei von tschetschenischen Rebellen organisiert und "bezahlt" worden.

Die russische Armee war im Oktober 1999 in die nach Unabhängigkeit strebende Kaukasusrepublik einmarschiert. In dem Krieg gegen die tschetschenischen Rebellen starben nach amtlichen Angaben mehr als 2 600 russische Soldaten. Obwohl die russische Führung den Krieg für beendet erklärte, kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Rebellen.

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