Kundgebung
Zweihundert Frauen demonstrieren in Kabul für mehr Rechte

In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben am Dienstag 200 unverschleierte Frauen für ihr Recht auf Arbeit und Bildung demonstriert.

afp KABUL. An der Kundgebung im Hof eines Gebäudes nahmen unter anderen frühere Politikerinnen, Akademikerinnen und Lehrerinnen teil, die unter den radikalislamischen Taliban vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren und einen Ganzkörperschleier namens Burka tragen mussten. Ursprünglich wollten die Frauen an einem Marsch bis zum Sitz der Uno im Zentrum der Hauptstadt teilnehmen. Doch die Veranstalterin der Kundgebung, Soraya Parlika, die früher für den afghanischen Roten Halbmond arbeitete, sagte, Vertreter des Sicherheitsministeriums hätten davon abgeraten. Mangels genügend Polizisten sei die Sicherheit eines solchen Marschs nicht gewährleistet.

Unter der radikalislamischen Miliz war Frauen der Zugang zu Schulen und Universitäten verwehrt. Nur im Gesundheitswesen durften sie bestimmte Arbeiten verrichten. Parlika gründete inzwischen die Bewegung "Frauen aus dem ganzen Land", die sich für mehr Frauenrechte und die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt.

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