Kunst-Branche boomt
Wirtschaftsflaute kann Galerien nichts anhaben

Die allgemeine Wirtschaftsflaute kann dem deutschen Kunstmarkt nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Galerien (BVDG) bisher nur relativ wenig anhaben.

ddp KÖLN. Zwar werde der Markt, den Galerien beherrschen, in diesem Jahr nur ein Wachstum von zwei Prozent verzeichnen, prognostizierte Geschäftsführer Bernd Fesel in Köln. Im Vorjahr seien es noch vier Prozent gewesen. Doch mit einem geschätzten Gesamtumsatz von 350 Millionen Euro sei das Wachstum im Vergleich zu anderen Branchen "hervorragend". Wahre Renner auf dem internationalen Kunstmarkt seien Arbeiten deutscher Fotografen und deutscher Expressionisten.

"Nordrhein-Westfalen ist für junge Kunst und Galerien die internationale Drehscheibe schlechthin", sagte Fesel. Fast ein Drittel des Gesamtumsatzes (100 Millionen Euro) machten allein die 150 Galerien in Köln. Dabei kämen bis zu 70 Prozent der Käufer vornehmlich aus dem europäischen Ausland. Fesel sagte: "Weil die Vermarktung und der Verkauf von Kunst nicht regional begrenzt ist, trifft die Branche auch eine Konjunkturschwäche vor Ort nicht so hart."

Angesichts unklarer Aussichten für 2003 sei es für die Galeristen allerdings wichtig, sich neue Märkte zu erschließen. Als "hervorragendes Beispiel" für eine internationale Vernetzung nannte der BVDG-Geschäftsführer die am 13. November beginnende 6. Pariser Messe für Fotografie "Paris Photo" im Carroussel du Louvre. Mehrere Galerien aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland könnten - unterstützt vom NRW-Wirtschaftsministerium - an der Veranstaltung teilnehmen, die bis 17. November einen «Fokus internationaler Fotografie» zeige. Das Land erleichtere damit den Galerien und junger Foto-Kunst den internationalen Marktzugang. Gleichzeitig werde damit der Verkauf angekurbelt.

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