Kupon und Wandelprämie werden am Mittwoch ermittelt
Infineon verschafft sich frisches Geld

Der Chiphersteller Infineon begibt völlig überraschend noch am Mittwoch eine siebenjährige Wandelanleihe im Volumen von rund 700 bis 725 Millionen Euro.

Reuters MÜNCHEN. Das Papier sei wandelbar in bis zu 69 Millionen Aktien des Unternehmens oder kann - nach Maßgabe von Infineon - in bar sowie in einer Bar/Aktienkombination zurückgezahlt werden, teilte Infineon am Mittwoch mit. In den ersten drei Jahren sei das Papier nicht kündbar. Infineon will mit dem Erlös der Emission seine Finanzkraft stärken und die langfristige Strategie unterstützen. Zudem nütze das Unternehmen die derzeit - aus niedrigen Zinsen und hohe Aktienkursschwankungen resultierenden - günstigen Finanzierungsbedingungen im Markt für Wandelanleihen.

Die Begabe der Wandelanleihe kommt überraschend, nachdem der Münchener Konzern erst vergangene Woche seinen Bestand an finanziellen Mitteln als solide bezeichnet hatte. So lag die Brutto-Cash-Position - also Zahlungsmittel, Wertpapiere des Umlaufvermögens und als Sicherheitsleistungen hinterlegte Zahlungsmittel - im abgelaufenen zweiten Quartal 2002/03 bei 1,5 Milliarden Euro nach 1,6 Milliarden Euro im Vorquartal.

Die nun angekündigte Wandelanleihe des Konzerns ist nicht die erste: Bereits im Januar 2002 hatte Infineon ein ähnliches Papier mit einem Volumen über eine Milliarde Euro begeben. Damals hatten vorausgegangene Spekulationen den Kurs der Aktie bereits Wochen zuvor unter Druck gesetzt.

Die Begabe der am Mittwoch angekündigten Wandelanleihe wird den Angaben zufolge von Goldman Sachs International und Morgan Stanley durchgeführt. Die Platzierung soll bei institutionellen Anlegern außerhalb der USA erfolgen. Der Kupon und die Wandelprämie würden noch am Mittwoch ermittelt. Infineon leidet unter der massiven Krise in der Halbeiterbranche und schreibt seit zwei Geschäftsjahren operative Verluste in Milliardenhöhe.

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