Kupon wurde um 0,30 Prozent erhöht
Daimler-Chrysler mit Bond über 2,5 Milliarden Dollar

Der deutsch-amerikanische Autohersteller Daimler-Chrysler hat am Donnerstag seine angekündigte und erwartungsgemäß in der Verzinsung nachgebesserte Anleihe über 2,5 Milliarden Dollar mit fünfjähriger Laufzeit begeben.

REUTERS FRANKFURT. Das Papier der Konzerntochter Daimler-Chrysler North America Holdings Corporation werde nominal mit 4,05 Prozent (Kupon) verzinst, teilte die konsortialführende Banc of America Securities mit. Ursprünglich war ein Kupon von 3,75 Prozent angestrebt worden, doch nachdem der weltweit fünftgrößte Automobilkonzern wegen des schwachen US-Geschäfts seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt hatte, war den Anlegern ein höherer Kupon angeboten worden. Die Anhebung der Verzinsung um 30 Basispunkte vergrößert die Belastung für Daimler-Chrysler um 37,5 Millionen Dollar über die Laufzeit des Bonds.

Der Ausgabepreis des Papiers der Daimler-Chrysler-Tochter bleibe unverändert bei 99,657 Prozent. Daraus ergebe sich eine Rendite von 4,127 Prozent, teilte der Konsortialführer weiter mit. Die Valutierung erfolge am 10. Juni.

Für Daimler-Chrysler war die Aufstockung des Kupons Analysten zufolge eine günstigere Alternative, als die Emission abzublasen. "Der höhere Kupon ist für Daimler-Chrysler eine Möglichkeit, sich aus der Affäre zu ziehen", sagte Bernhard Jeggle, Analyst für Autobonds bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Ein Zurückziehen des Bonds wäre seiner Einschätzung nach problematisch gewesen. Zum einen sei das Papier, obwohl es faktisch noch gar nicht begeben war, bereits gehandelt worden. Zum anderen hätten die potenziellen Käufer teilweise bereits Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. "Das hätte alles wieder rückabgewickelt werden müssen", erläuterte Jeggle.

Auch für den Ruf von Daimler-Chrysler an den Finanzmärkten sei dies die bessere Lösung, ergänzte Jeggle. Mit einem Abblasen der Emission hätte der Konzern in den USA deshalb vielleicht eine längere Prozesswelle riskiert.

Die Ratingagentur Moody's prüft ihre Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten des Automobilkonzerns auf eine mögliche Herunterstufung. Die Note "A3" für vorrangige Schuldtitel könnte möglicherweise gesenkt werden, hatte Moody's am Mittwoch mitgeteilt und dies ebenfalls auf die gesenkte Gewinnprognose für 2003 zurückgeführt. Überprüft würden auch das "Baa1"-Rating für nachrangige Schuldpapiere und das "A3"-Rating für vorrangige Schulden der in diesem Fall emittierenden Daimler-Chrysler North America Holdings.

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