Kuratorium kommt zu konstituierender Sitzung zusammen
Wirtschaft zuversichtlich über Sammelaktion für NS-Zwangsarbeiter

Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft für die Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter rechnet damit, die fehlenden 1,8 Milliarden Mark für den Entschädigungsfonds rasch gesammelt zu haben.

afp BERLIN. Der Sprecher der Initiative, Wolfgang Gibowski, sagte am Donnerstag im NDR, er sei zuversichtlich, dass die Unternehmen die noch bestehende Lücke bald schließen würden. Das Kuratorium der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" kam am Morgen in Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das aus 27 Mitgliedern bestehende Gremium unter Leitung des deutschen UN-Botschafters Dieter Kastrup wollte einen Vorstand wählen sowie über die künftige Satzung und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen beraten.

Nach Angaben Kastrups wollte der Regierungsbeauftragte für die Stiftungsinitiative, Otto Graf Lambsdorff, den ehemaligen brandenburgischen Justizminister Hans-Otto Bräutigam, den früheren Wirtschaftsstaatssekretär Lorenz Schomerus und einen Dritten vorschlagen. Das Kuratorium besteht aus 27 Mitgliedern, darunter Vertretern des Bundesrats, der Regierung und der deutschen Wirtschaft. Hinzu kommen Vertreter der USA, Israels, Polens, Russland, der Ukraine, Weißrusslands und Tschechiens.

Die Stiftung soll die Auszahlung der insgesamt zehn Milliarden Mark aus dem Entschädigungsfonds organisieren. Davon soll die Wirtschaft fünf Milliarden Mark tragen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%