Kurden verteidigen USA
Oppositionstreffen im Irak erneut verschoben

Die ursprünglich für diesen Mittwoch geplante Konferenz der irakischen Opposition im Nordirak ist erneut verschoben worden. Dies ist bereits der fünfte geplatzte Termin für das Treffen. Bislang seien erst 30 der insgesamt 65 Delegierten in der kurdischen Stadt Erbil eingetroffen, erklärte einer der Organisatoren am Mittwoch im arabischen TV-Sender El Dschasira.

HB/dpa KAIRO/ERBIL. Der Grund dafür seinen "technische Probleme". Ein anderer Oppositioneller sagte, man habe die Konferenz wegen widriger Witterungsverhältnisse um einige Tage verschoben. An dem Treffen sollten auch Vertreter der US-Regierung und der Türkei teilnehmen, hieß es.

Haschiar Zibari, Sprecher der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), nahm am Mittwoch vor der Presse in Erbil die Regierung von US-Präsident George W. Bush in Schutz. "Sie kommen nicht, um (den Irak) zu besetzen, sondern um zu befreien", sagte er.

Einige irakische Regimegegner meinen, das Treffen sei so oft verschoben worden, weil die einzelnen Oppositionsgruppen immer noch über die Anzahl der Teilnehmer bei dem Treffen stritten, bei dem möglicherweise ein Führungskomitee für Kriegszeiten ernannt werden soll. Andere behaupten, die US-Regierung hintertreibe die Abhaltung der Konferenz, weil sie die Exil-Opposition nach einem Angriff gegen den Irak an den Rand drängen und selbst unabhängig über das künftige politische System des Landes entscheiden wolle.

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