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Kuriositätenkabinett Cebit: Schlaue Waschmaschine und Kalorienhandy

dpa-afx HANNOVER. Wackelnde Roboterhunde, Handys mit Kalorienzähler und Einkaufszettel mit Spürnase: Die weltgrößte Computermesse ist auch ein Schaufenster für erstaunliche Alltagserleichterungen und kuriose Erfindungen.

Das bekannteste Beispiel ist die "intelligente Waschmaschine" der Hausgerätefirma Miele (Gütersloh). Sie ist mit Internetzugang und GSM-Funkvorrichtung ausgerüstet. Das Gerät schickt bei einem Defekt eine Nachricht per SMS etwa auf das Handy des Hausmeisters. Auch von unterwegs sollen sich die wichtigsten Funktionen der Waschmaschine per Mobiltelefon steuern lassen. Eine elektronische Selbstdiagnose wird automatisch durchgeführt. Steht eine Wartung an, benachrichtigt das Gerät seinen Besitzer.

Das für die Bedienung erforderliche Familienterminal kann aber weit mehr als nur Waschmaschinen steuern und überwachen. Auch die Heizung und das Licht im Haus können mit der kleinen Schaltzentrale verbunden werden. Das Terminal soll 2003 auf den Markt kommen und rund 3 000 DM kosten. Die passenden Haushaltsgeräte sollen sich nach Angaben von Miele eurch die technische Verbesserung nicht wesentlich verteuern.



Elektronischer Einkaufszettel



Weiter im digitalen Alltag. Ein elektronischer Einkaufszettel soll seinem Besitzer bald zielsicher jede Ware im Supermarktregal aufspüren. Der "e-shop" (-Empfänger) des Rostocker Fraunhofer- Instituts ist so groß wie ein Taschenrechner. Sein Display zeigt auf Wunsch Zusatzinfos wie Verfallsdatum und Inhaltsstoffe an. Möglich machen dies Transponder, also digitale Schilder an den Regalen. Über Kaufhaus-Server empfangen und beantworten sie die Funksignale des Kunden. Die eingespeiste Liste soll Preisvergleiche erleichtern.



Handy mit Zykluskalender



Das perfekte Handy für weibliche Bedürfnisse glaubt derweil der Elektronikhersteller Samsung entwickelt zu haben. Die nur 80 Gramm schwere Cebit-Neuheit ähnelt zugeklappt einer Puderdose und ist auch in rot wie ein Lippenstift lieferbar. Neben den gängigen Finessen wie WAP-Funktion, Terminkalender und Konferenzschaltung zählt das "SGH-A400" auch Kalorien und verfügt über einen Zykluskalender seiner Besitzerin. "Das Gerät ziert mit seinem Design natürlich auch Männer", sagt eine Samsung-Sprecherin. Von diesem Sommer an soll das Mobiltelefon für 900 bis 1 000 DM (ohne Kartenvertrag) auf den Markt kommen.



Elektronische Haustiere reagieren aufs Wort



Neue Handytechnik fördert auch die Völkerverständigung: Urlauber aus Deutschland müssen am Sonnenstrand oder auf dem Basar nie mehr im Wörterbuch blättern. Der Münchner Telekomanbieter VIAG Interkom hat seinen Kunden einen Dolmetscherservice im Mobilnetz aufgebaut. Mit Hilfe des Kurznachrichtendienstes SMS können jeweils 80 000 bis 100 000 Begriffe in vier Fremdsprachen übersetzt werden. Nach kurzen Augenblicken erscheint auf dem Display des Mallorca-Touristen etwa für "Bier" das spanische "cerveza". Ein Wort kostet 39 Pfennig.



Selbst wer ein Haustier sucht, wird auf der Cebit fündig. Der japanische Elektronikkonzern Sony stellt die neue Generation seines elektronischen Hundes "Aibo" vor. Der rund 3 000 DM teure digitale Kläffer ähnelt in seiner neuen Version einem Löwenbaby - eben eine Mischung aus Hund und Katze. Mit wackelnden Ohren und klopfendem Schweif soll die putzige Maschine auf bis zu 50 Wörter reagieren.

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