Kurs fällt nachbörslich
Intel verengt Spanne seiner Umsatzprognose

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat die Spanne seiner Umsatzprognose für das zweite Geschäftsquartal, das am 28. Juni endet, auf 6,6 Mrd. bis 6,8 Mrd. Dollar verengt. Die Prognose bewegt sich damit im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Kurs der Intel-Aktie stieg am Donnerstag nachbörslich auf 22,02 Dollar von 21,84 Dollar zum Börsenschluss.

Reuters SAN FRANCISCO. Zuvor hatte Intel Erlöse zwischen 6,4 Mrd. und 7,0 Mrd. Dollar vorausgesagt. Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Umsatz im zweiten Quartal von 6,66 Mrd. Dollar und einen Gewinn vor Sonderposten von 13 Cent je Aktie.

Der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern teilte am Donnerstag nach Börsenschluss weiter mit, das Mikroprozessorengeschäft tendiere in Richtung des oberen Endes der saisonüblichen Entwicklung. Allerdings bleibe die Nachfrage nach Kommunikations-Halbleitern schwach. Der Intel-Umsatz wird von Analysten als ein Indikator für die Nachfrage in der PC-Branche gesehen.

Der Finanzchef von Intel, Andy Bryant, sagte auf der Telefonkonferenz mit Analysten, die Auswirkung des Krieges und der Lungenkrankheit Sars sowie die Nachfrageentwicklung in Asien seien bereits in der im April gegebenen Prognose für das zweite Quartal berücksichtigt worden seien. Daran habe sich nichts geändert.

Analyst David Wu von Wedbush Morgan Securities bewertete die Intel-Prognose angesichts des schwierigen Geschäftsumfelds positiv. "Es ist ein kleines Wunder angesichts von Krieg, einer lausigen Konjunktur in Europa und Sars in Asien", sagte Wu.

Seit mehr als zwei Jahren steckt die Branche in einer Krise, weil die Nachfrage nach PCs hauptsächlich wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung stark zurückgegangen ist. Hersteller wie Investoren warten nun auf Signale für ein Ende der Flaute. Der Umsatz mit Mikroprozessoren, Chipsets und Motherboards macht bei Intel fast 80 % des Gesamtumsatzes aus. Im nachbörslichen Handel auf Instinet legten die Intel-Aktien auf 22,02 Dollar zu. Zuvor hatten die Papiere den regulären Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq mit einem Plus von rund 2,2 % beendet. Intel-Aktien haben seit Jahresbeginn 40 % zugelegt und haben sich damit etwas besser entwickelt als der Philadelphia Semiconductor Index, der um 37 % stieg.

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