Kursanstieg
Gigabell-Chef : Vertrag mit Saunalahti liegt vor

Reuters FRANKFURT. Der Kauf von 56 % der Gigabell AG durch die finnische Internet-Firma Saunalathi ist nach Gigabell-Angaben vertraglich vereinbart. Beide Unternehmen hätten den Kaufvertrag bereits unterzeichnet, sagte Gigabell-Chef Daniel David. In dem Vertrag, der bestimmte aufschiebende Bedingungen enthalte, habe man sich auf einen Kaufpreis geeinigt, den David aber nicht nennen wollte. Er stellte damit vorherige Angaben einer Unternehmenssprecherin richtig. Diese hatte zunächst erklärt, es liege noch kein Angebot vor.

Einen Bericht von "Platow Online" vom Montag über einen Preis von 0,50 Euro je Aktie wollte David nicht kommentieren. Der Börseninformationsdienst "Platow Brief" hatte in seiner Onlineausgabe unter Verweis auf gut informierte Branchenkreise berichtet, Saunalahti zahle für die 4 Mill. Aktien des Gigabell-Vorstandschefs Daniel David lediglich einen Betrag von 0,5 Euro je Stück. Die Aktie der am Frankfurter Neuen Markt notierte Gigabell AG stieg am Dienstag aufgrund von spekulativen Käufen in der Spitze deutlich über 20 % auf 7,50 Euro.

Vertrag an bestimmte Bedingungen geknüpft

Nach Angaben von "Platow Online" begründete der finnische Internet-Zugangsanbieter sein deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs liegendes Angebot mit dem hohen Verschuldungsgrad von Gigabell. David sagte, richtig sei, dass er seine Anteile verkaufen wolle. Allerdings sei der Vertrag noch an bestimmte aufschiebende Bedingungen geknüpft. Dazu gehörten Restrukturierungsmaßnahmen sowie eine Entschuldung des Unternehmens in einem gewissen Rahmen.

Die Gigabell AG hatte am 18. September erklärt, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren beantragt zu haben. Daraufhin waren die Aktien auf 3,10 Euro gefallen, nachdem sie im März noch für 131 Euro den Besitzer wechselten. Am 29. September teilte die Frankfurter Gesellschaft mit, Saunalahti wolle 56 % an Gigabell übernehmen. Daraufhin zogen die Gigabell-Papiere deutlich an.

Händler führten den Kursanstieg auf spekulative Käufe zurück. "Es gibt viele Zocker, die meinen, noch eine schnelle Mark machen zu müssen", sagte ein Börsianer. Fundamental sei der Anstieg nicht zu begründen. Die Gigabell-Aktien gewannen gegen den Markttrend bis gegen 17.50 Uhr MESZ 7,20 % auf 6,40 Euro.

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