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Kurse am Neuen Markt etwas leichter

Nach den hohen Zuwächsen vom Mittwoch atmete der Neue Markt am Donnerstag durch. Ab dem Nachmittag setzten erwartungsgemäß leichte Gewinnmitnahmen ein. Der Nemax verlor bis zum Handelsschluss 0,6 Prozent auf 1 229 Punkte, der Nemax 50 gab 0,5 Prozent auf 1 314 Punkte ab.

FRANKFURT/M. Manchertags braucht es auch an der Börse eine Phase des Zurücklehnens. Zufrieden blickten die Börsianer gestern auf die Zuwächse seit Wochenbeginn und insbesonders auf das unerwartete Plus von 7 % beim Nemax 50 am Mittwoch. Wer wollte es ihnen da verdenken, dass sie am Nikolaustag auch mal innehielten und vorweihnachtliche Ruhe einkehren ließen. Ganz zum Erliegen kam der Handel allerdings nicht. Dafür sorgten schon allein die Spekulationen um die weitere Zukunft des Discount-Brokers Consors und die erwartete Konsolidierung des gesamten Direktbanken-Branche. Auffällig war gestern, dass die Consors-Aktie ihren Abwärtstrend er letzten Wochen vorerst stoppen konnte und 6,2 % auf 10,13 Euro zulegte. Zweifler befüchten jedoch, dass für die Tochter der angeschlagenen Schmidt-Bank kein adäquater Preis erlöst werden kann. Wer verkaufen muss, hat eben keine gute Verhandlungsposition.

Als vorläufiger Gewinner im Konsolidierungsprozess unter den Online-Banken darf sich vorerst Comdirect fühlen. 1 500 Neukunden in der zweiten November-Hälfte meldete die Commerzbank-Tochter zuletzt und auch der Aktienkurs legte allein in den ersten Dezembertagen deutlich über 30 % zu. Am Donnerstag waren es 5,9 auf 13,08 Euro. Konkurrent Direkt Anlage Bank musste nach ebenfalls guten Zuwächsen allerdings einen Abschlag von 3,3 % auf 14,80 Euro hinnehmen.

Aus der zweiten Reihe überraschte vor allem Isra Vision. Der Darmstädter Hersteller von Bildverarbeitungssystemen hat nach vorläufigen Berechnungen Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 deutlich gesteigert. So stieg der Umsatz von 12 Mill. Euro auf 17,6 Mill. Euro, der Gewinn vor Steuern (Ebt) legte von 1,5 auf 2,5 Mill. Euro zu. Dass die in den letzten Wochen weitgehend unbeachtete Isra-Aktie gestern einen Zugewinn von 8,8 % auf 18,50 Euro verzeichnen konnten, lag auch an der Tatsache, dass die Gesellschaft für das kommende Jahr eine Umsatzsteigerung von 50 % in Aussicht stellte.

Der Berliner Medizintechniker World of Medicine (W.O.M.) hätte wohl auch gerne solide Zahlen gemeldet. Stattdessen musste er zugeben, im laufenden Geschäftsjahr statt der erwarteten 33,6 Mill. Euro wohl nur 30 Mill. Euro umzusetzen. An Gewinnen sollen dann nur noch 1 Mill. Euro statt 2 Mill. Euro erwirtschaftet werden. Solche Nachrichten hören Börsianer nicht gerne, weshalb die W.O.M.-Aktie auch um 17,9 % auf 7,55 Euro nachgab.

Mehr oder weniger regungslos ging hingegen an der Plambeck-Aktie die Meldung vorüber, dass der Windenergie-Betreiber 80 % an der französischen Ventura übernommen und damit den Einstieg in den dortigen Energiemarkt geschafft hat.

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