Kurse von Senator und Utimaco brechen ein
Anleger halten sich am Neuen Markt weiter zurück

Am Freitag legte der Nemax leicht um 0,24 Prozent auf 1 171,71 Punkte zu, beim Nemax 50 waren es 0,85 Prozent auf 1 128,43 Punkte.

FRANKFURT/M. Reichlich deprimiert fragte ein Händler zum Ausklang der vergangenen Woche, wo denn bitte die Zuversicht herkommen solle. War da doch wieder einmal kaum etwas zu spüren davon, was auf eine baldige Besserung schließen ließe. Selbst der Freitag, an dem beide Indizes mit 2 % im Plus starteten, brachte am Ende ein Minus. Der einzig kleine Hoffnungsschimmer, der auch in die neue Woche strahlen dürfte, ist, dass die wirklichen Hiobsbotschaften bei den zahlreich vorgelegten Halbjahresberichten fehlten. Wer hier enttäuschte, von dem war es meist schon vorher erwartet worden.

Noch turbulenter als in der abgelaufenen Woche wird es in puncto Halbjahreszahlen zugehen. Der interessanteste Tag dürfte dabei unzweifelhaft der Dienstag werden, an dem unter anderem so bedeutende Unternehmen wie Consors , Mühlbauer, Grenke Leasing und Constantin Film sowie die Biotech-Schwergewichte GPC , Morphosys und Rhein Biotech über ihr erstes Halbjahr berichten wollen. Fallen hier etliche Unternehmen positiv aus der Reihe, könnte dies auch den gesamten Markt wieder etwas beflügeln, so die Hoffnung der Börsianer.

Die Realität sieht aber leider anders aus. Dort lähmt die weltweit spürbare Rezession die Wachstumswerte von außen, der Mangel an positiven Nachrichten lähmt sie von innen. Das Ergebnis sind zurückhaltende Anleger und Aktienkurse, deren Tendenz eher nach unten als nach oben geht. Kommen dann noch negative Nachrichten aus den Unternehmen, wie am Freitag bei Utimaco , bricht der Kurs massiv ein. Die Aktie der Oberurseler Anbieters von Sicherheitssoftware war um 17 % auf 3,65 Euro gefallen, nachdem bekannt wurde, dass es noch eine Restpreisforderung der Comparex-Gruppe über 8 Mill. Euro aus dem Verkauf der Kryptokom im Jahr 1999 an Utimaco gibt. Utimaco bestreitet das zwar, will gegebenenfalls auch gerichtliche Schritte einleiten, die Anleger verkauften die Aktie wegen dieses Unsicherheitsfaktors zuhauf.

Gleiches taten sie auch mit der Senator-Aktie, die um 13,3 % auf 3,38 Euro einbrach. Nicht ganz neue Gerüchte, wonach der Filmproduzent und-verleiher in Scheingeschäfte verwickelt sei, führten zu dieser Entwicklung. Für Verstimmung sorgte auch, dass Senator noch immer nicht die Namen der Abnehmer nennt, an die es im vergangenen Jahr große Filmpakete verkaufte.

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