Kurseinbruch
Xerox erwartet Quartalsverlust wegen Euro-Schwäche

Der Kopiergerätehersteller hat eine Verlustankündigung für das dritte Quartal 2000 gemacht. Xerox führt seine Probleme auf den niedrigen Euro-Kurs und verstärkten Wettbewerbsdruck zurück.

dpa STAMFORD. Der weltgrößte Kopiergerätehersteller Xerox Corporation hat die Wall Street mit einer Verlustankündigung für das dritte Quartal 2000 schockiert. Xerox führte seine Probleme auf den niedrigen Euro-Kurs und verstärkten Wettbewerbsdruck zurück. Daraufhin fiel die Xerox-Aktie nachbörslich um 18 % auf 12,54 $. Der Kurs hatte vor einem Jahr noch bei 77,50 $ gelegen.

Xerox erklärte, auch die Umsätze in Nordamerika und Europa seien "viel niedriger als erwartet, vor allem im September". Zudem seien die Rückstellungen für faule Kredite und die Beseitigung von Kundendienstproblemen erhöht worden.

Die Gesellschaft erwartet nun einen Quartalsverlust von 15 bis 20 Cent je Aktie im dritten Quartal, während die Analysten in bereits zurückgestuften Prognosen mit einem Gewinn von zwölf Cent gerechnet hatten. In den vergangenen Tagen hatten bereits zahlreiche andere US- Technologiefirmen wie Apple Computer, Intel und Eastman Kodak Umsatz- oder Gewinnprognosen nach unten korrigiert.

Aggressive Maßnahmen zur Kostensenkung

"Diese Ergebnisse sind enttäuschend und völlig inakzeptabel", erklärten Xerox-Chef Paul Allaire und die Firmenpräsidentin Anne Mulcahy. Nötig seien nun aggressive Maßnahmen zur Kostensenkung, der Verkauf von Vermögen und eine Überprüfung der Dividende.

Xerox leidet nach Darstellung von Analysten unter der technischen Umwälzung im Internet-Zeitalter. Statt über Kopierer würden nun viele Dokumente über Drucker vervielfältigt. Außerdem machen Konkurrenten wie Canon, Hewlett-Packard, IBM, Ricoh und die Heidelberger Druckmaschinen AG der Xerox-Gruppe zu schaffen. An der Wall Street wurde spekuliert, Hewlett-Packard könne Xerox wegen des niedrigen Aktienkurses übernehmen oder Xerox könne Firmenbeteiligungen abstoßen.

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