Kurserholung erwartet
Werbung im Internet wächst langsamer

cks DÜSSELDORF. Die Zuwachsraten in der europäischen Online-Werbung fallen deutlich geringer aus als erwartet. Das ist das Ergebnis einer Studie der US-Investmentbank Merrill Lynch. Die Aussichten für die Branche bleiben den Experten zufolge düster. Die Aktienkurse der führenden Unternehmen wie Yahoo und AOL Time Warner erreichten aber nach ihrem langem Niedergang inzwischen ein "attraktives Niveau", argumentieren die Autoren der Studie.

Die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen dürften die erwartete Erholung der Branche vorwegnehmen, prognostizieren die Merrill-Experten. Nach Meinung von Merrill Lynch werden sich die Einnahmen im ersten Quartal 2001 nochmals verschlechtern. Erst für die zweite Jahreshälfte rechnen die Investmentbanker mit einer Erholung.

Danach werde nur noch ein Zuwachs von 25 % für das Jahr 2001 erwartet. Die Investmentbanker korrigieren damit ihre eigenen Erwartungen kräftig nach unten: Merrill Lynch hatte zuvor mit Zuwachsraten von 45 % gerechnet. Trotzdem sei das Wachstum in Europa noch deutlich robuster als in den USA, heißt es in der Studie.

Der Rückgang der Werbung im Onlinebereich sei auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen würden die Werbeeinnahmen generell zurückgehen - so auch im traditionellen Bereich. Zum anderen habe die Pleite vieler New Economy Unternehmen zu einem Rückgang der Werbeeinnahmen geführt.

Das erfolgreichste Unternehmen der Branche sei die Europa-Tochter des US-Portals Yahoo. Mit Einnahmen von $ 114 Mill. im letzten Jahr verfüge das Unternehmen über einen Marktanteil von fast 20 %. Die Entwicklung der deutschen Onlinewerbung betrachten die Investmentbanker hingegen mit einiger Sorge. Man sei von Einbrüchen von bis zu 40 % überrascht, heißt es in der Studie. Die Einnahmen bei Radio und Tageszeitungen blieben allerdings weitgehend stabil.

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