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Kursgewinn zu Handelsschluss

Erstmals seit drei Tagen schlossen die US-Aktienmärkte den Handelstag mit Kursgewinnen. Die wichtigsten US-Indizes hielten zwar nach der morgendlichen Euphorie über überwiegend gute Quartalsergebnisse gegen Mittag Siesta.

Doch am Nachmittag kehrten die US-Anleger frisch in den Handel zurück. Nach einer Reihe erfreulicher Nachrichten schien die Sorge über weiterhin eher magere Unternehmensergebnisse kurzzeitig so gut wie vergessen. Positive Bilanzen bei Peoplesoft, SBC Communication, Bristol Myers und Anheuser Bush belebten die Märkte. Der Index der 30 US-Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,6 Prozent bei 10 404 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Index arbeitete sich um 1,3 Prozent Richtung 2000 Punkte Markte vor und ging schließlich mit 1984 Zählern aus dem Handel.

Vor allem die Verlierer vom Dienstag gehören nun zur Wochenmitte zu den großen Gewinnern. Nachdem AT&T und Lucent Technologies am Dientag wegen schlechter Quartalsdaten und trüber Prognosen zu den ungeliebten Kindern gezählt hatten, waren sie am Mittwoch wieder gefragt. AT&T profitierte von der angekündigten Kooperation mit AOL Time Warner. Die Aktie gewann 3,5 Prozent an Wert. Lucent erhielt vom Brokerhaus Lehman Brothers Unterstützung. Die Analysten stufen die Aktie von Lucent von "neutral" auf "aggressiv kaufen" herauf. Das Papier kletterte 3,7 Prozent ins Plus.

Die Aktien der Software- und Telekommunikationsausrüster kletterten ebenfalls in den grünen Bereich. Microsoft, Siebel und Oracle trieben den Nasdaq in die Gewinnzone. Ebenfalls beliebt waren die Aktien des Ölsektors. Schlumberger konnte den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 32 Cents pro Aktie steigern. Texaco übertraf die Gewinnerwartungen mit einem Gewinn von 92 Cents um zwölf Cents pro Aktie. Der Ölkonzern konnte den Gewinn im zweiten Quartal um 27 Prozent steigern. Chevron konnte den Ertrag damit um 21 Prozent auf 1,17 Dollar pro Aktie erhöhen. Sowohl die Aktien von Chevron, Texaco, Schlumberger als auch Exxon Mobil notierten höher.

Erfreuliche Quartalsergebnisse sorgen im Pharmasektor für positive Impulse. Pharmacia und Bristol Myers steigerten den Gewinn im zweiten Quartal. Der Überschuss von Pharmacia stieg um 20 Prozent auf 844 Millionen Dollar. Brystol-Myers konnte die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 56 Cents pro Aktie erfüllen. Der Konzern steigerte den Absatz eines Diabetesmittels um 57 Prozent. Mit einem Herzmedikament erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von 43 Prozent. Sowohl Pharmacia als auch Bristol-Myers schlossen im Plus.

PeopleSoft beendete den Handelstag mit einem Plus von zwölf Prozent, nachdem der Softwarehersteller die Erwartungen der Wall Street mit einem Gewinn von 15 Cents pro Aktie um zwei Cents übertreffen konnte. Der Umsatz stieg um 27 Prozent. Trotz Umsatzrückgängen in Europa, Asien und Lateinamerika hebt das Management die Ertragsprognosen für das dritte Quartal auf 15 Cents pro Aktie an.

Trotz verhaltene Vorhersagen konnte DuPont 0,7 Prozent an Wert zulegen. Die geringere Nachfrage, höhere Rohstoffpreise und der feste Dollar haben das Geschäft des zweitgrößten US-Chemiekonzern im vergangenen Quartal belasteten. Was die Ergebnisse des laufenden Halbjahres angeht, zeigt sich das Management skeptisch. Die Anleger schien das nicht nachhaltig zu verunsichern. Fast 15 Prozent schwächer notierte dagegen die Aktie von QLogic. Der Chiphersteller senkt die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Quartal. Als Grund nannte die Unternehmensleitung die rückläufige Auftragszahl. Die Aktie von InfoSpace zählte zur Wochenmitte zu den größten Verlierern. Sie tauchte 36 Prozent in die Verlustzone, nachdem der Anbieter von Online-Informationen den Anlegern ein enttäuschendes Quartalsergebnis und noch enttäuschendere Prognosen für das laufende Vierteljahr präsentierte.

©Wall Street Correspondents Inc.

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