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Kursgewinne an der Wall Street

Die US-Märkte eröffnen zur Wochenmitte leicht im grünen Bereich. Kurz nach der Eröffnungsglocke an der Wall Street hat der Dow Jones 70 Punkte oder 0,8 Prozent zugelegt.

NEW YORK. Das Börsenbarometer der dreißig US-Industriewerte notiert auf einem Stand von 9191 Punkten. Der technologie-orientierte Nasdaq legt ebenfalls 40 Punkte oder 2,4 Prozent zu und steht zur Stunde auf 1708 Punkten. In den letzten Tagen hatten beide großen amerikanischen Indizes stark an Wert verloren. Der Dow Jones hat seit Montag 4,5 Prozent abgegeben, der Nasdaq Index sogar mehr als sechs Prozent.

Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn an der New Yorker Wall Street wurde das Bruttoinlandsprodukt bekannt gegeben. Ein Rückgang von 0,4 Prozent ist deutlich weniger als Marktbeobachter befürchtet hatten. Die gute Nachricht beflügelt den Handel am Mittwoch - erstmals in dieser Woche stehen wieder mehr Käufe als Verkäufe zu Buche.

Mit die interessantesten Werte sind nach wie vor die defensiven. Die Hersteller von Alltags-Konsumgütern wie Procter & Gamble , Gilette und Colgate-Palmolive beispielsweise haben sich von den Kursstürzen nach dem 11. September ausgesprochen gut erholt. Etwas schwächer notiert noch Clorox , der Hersteller von Putz- und Waschmitteln und vierter großer Anbieter im defensiven Konsumsektor. Am morgigen Donnerstag meldet das Unternehmen Quartalsergebnisse, und Analysten gehen davon aus, dass man den Konsens der Wall Street schlagen werde. Clorox legt im frühen Handel 1,6 Prozent zu.

Eine weitere Aktie, auf die Händler am Morgen achten, ist das Papier von General Mills . Am Morgen geht die Kunde, dass der Müslihersteller nach dem jüngst bekannt gegebenen Kauf von Pillsbury im S&P 500 notiert werden wird. Das heißt, dass allein die index-orientierten Fonds elf Millionen Aktien kaufen müssen. General Mills gewinnt zwei Prozent.

Schwach notiert am Morgen hingegen die Pharmabranche. Bristol-Myers Squibb hat am Dienstagabend Massenentlassungen in der neu erworbenen DuPont-Sparte bekannt gegeben. Vierzig Prozent der Mitarbeiter werden gehen müssen. Die Aktie verliert nur leicht, zieht aber andere Werte des Sektors mit. Die großen Konzerne Pfizer, Merck und Johnson&Johnson stehen zur Stunde im roten Bereich.

Einer der größten Verlierer ist am frühen Morgen die Aktie von Adobe . Der Software-Hersteller hat am Dienstagabend eine Gewinnwarnung für das laufende Quartal ausgesprochen und Entlassungen bekanntgegen. Die Aktie verliert 16 Prozent.

Die übrigen Tech-Aktien legen wider den Erwartungen vieler Analysten zu. Die Marktforscher von Dataquest gehen zwar davon aus, dass die weltweiten Chip-Umsätze in diesem Jahr um 35 Prozent sinken werden. In Folge der anhaltenden Preiseinbrüche sei selbst im Falle einer Absatzsteigerung im laufenden Quartal nicht damit zurechnen, dass die Umsatzeinbrüche geschmälert würden, so der Analyst Richard Gordon von Dataquest. Doch belastet das die Branche am Morgen nicht. Die Chipwerte legen im Mittel um satte vier Prozent zu.

Relativ ruhig ist es dabei um Intel . Nur ganz leicht schielt die Aktie am Morgen ins Plus. Dabei hatten sich nach einem Analystengespräch am Dienstagabend viele Analysten positiv über das Unternehmen geäußert. Der Generationswechsel von der Chipreihe P3 zu P4 sei überzeugend, hieß es. Die Brokerhäuser CSFB, Goldman Sachs und UBS Warburg äußern sich am Morgen positiv über Intel.

Den Netzwerkern geht es am Morgen gut. Branchenprimus Cisco wird am Montag Ergebnisse vorlegen, und Analysten rechen mit positiven Überraschungen. Cisco gewinnt 3,5 Prozent - ebenso der ganze Sektor. Vor allem die Papiere von Redback und Juniper Networks sowie Ciena profitieren von positiven Kommentaren der Netzwerk-Analysten von Credit Suisse First Boston.

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