Kursplus bei EMS New Media
Wachstumswerte starten zögerlich in die Woche

Metabox-Chef Stefan Domeyer hat es dieser Tage nicht leicht. Erst liefen ihm die in den seltesten Fällen namentlich benannten Kunden davon, dann brach ihm die Umsatz- und Gewinnplanung weg. Nicht genug damit, dass der Kurs daraufhin schier ins Bodenlose stürzte und das Unternehmen Insolvenz anmelden musste, kündigten nun auch noch die Betreuerbanken Merck Fink & Co und M.M. Warburg ihre Mandate und gefährden damit den Verbleib des Set-Top-Boxen-Herstellers am Neuen Markt.

FRANKFURT/M. Dessen Regelwerk verlangt, dass je Titel mindestens zwei Betreuer dafür Sorge tragen, dass ein Handel stattfinden kann. Bislang hat Metabox in dem Frankfurter Wertpapierhandelshaus Frohne & Kleine erst einen neuen Betreuer gefunden. Bei einem Kursrutsch von knapp 13 % auf 0,47 Euro hatte dieser allerdings einiges zu tun, denn es wurden mit rund 200 000 Stück vergleichsweise viele Aktien gehandelt.

Insgesamt blieben die Umsätze jedoch niedrig, was die Aktienhändler auf die Zurückhaltung vieler institutioneller Anleger zurückführten, die im Vergleich zum privaten Investor ja meist deutlich höhere Stückzahlen bewegen. Der Nemax verlor bis zum Handelsschluss rund 0,8 % auf 1 564 Punkte, der Nemax 50 gab 1,3 % auf 1 467 Zähler ab.

Hinter dem spektakulären Kursplus von fast 64 % auf 2,60 Euro des DVD-Produzenten EMS New Media AG standen nach Händlerangaben private Käufer. Nachdem zuletzt eine große institutionelle Verkaufsorder gewaltig auf den Kurs gedrückt habe, hätten sie nun das relativ niedrige Einstiegsniveau genutzt. Tatsächlich hatten die EMS-Papiere noch im Mai zeitweise oberhalb der 3,50 Euro notiert.

Auch das Schwergewicht T-Online machte etwas an Boden gut. Ohne dass neue Nachrichten aus dem Unternehmen den Markt bewegt hätten, legten die Papiere der Telekom-Tochter um mehr als 5 % auf 10,30 Euro zu. Offenbar will den Titel niemand all zu lange unterhalb der 10-Euro-Marke liegen zu lassen. Auch in den finsteren Wochen im April und Mai, als der Wert sein Jahrestief von 8,50 Euro markierte, war er immer nur kurzfristig unter diese Marke gerutscht. Adva setzte seine Talfahrt dagegen mit einem Minus von 14,3 % auf 5,74 Euro fort. Als Grund wurden Gewinnwarnung großer Netzwerkausrüster genannt.

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