Kursrutsch bei der Telekom
Dax startet schwach in die Woche

Der Wochenauftakt verlief mäßig. Die Aktien der Deutschen Telekom verloren mehr als 4 Prozent. Auch die Technologiewerte gaben deutlich nach.

Reuters FRANKFURT. Im Sog schwacher US-Vorgaben haben die deutschen Standardwerte am Montag schwächer notiert. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab bis zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 7214 Punkte nach. 12 Kursgewinnern standen 18 Kursverlierer gegenüber.



Händlern zufolge verlief der Handel zu Wochenbeginn äußerst dünn und lustlos. Die Entwicklung in den kommenden Tagen dürfte von den Trends in den USA abhängen. "Sollte an den US-Märkte die Kurse abrutschen, zieht es die deutschen Standardwerte ebenfalls nach unten", sagte ein Händler. Ansonsten gebe es kaum marktbewegenden Daten.



Impulse könnten lediglich von den am Freitag erwarteten US-Wirtschaftszahlen ausgehen. Bis dahin dürften sich die deutschen Standardwerte im Schlepptau der US-Märkte bewegen, hieß es. "Es wird keine Woche mit viel Dynamik", prognostizierte ein Börsianer. Die New Yorker Aktienbörse notierte bis gegen 20.20 Uhr mit 0,22 Prozent im Minus bei 11.195,96 Zählern.



Auch der schwache Euro wurde von einigen Händlern als Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt gesehen. Die europäische Gemeinschaftswährung setzte ihren Abwärtskurs am Montag fort. Bis gegen 20.20 Uhr MESZ lag der Euro bei 0,8572 Dollar. Händler begründeten die Talfahrt des Euro mit der Enttäuschung der Märkte über das Ergebnis des Treffens der europäischen Finanzminister vom Freitag. Einige Händler äußerten jedoch Unverständnis über die negative Auswirkung der Euro-Schwäche für den deutschen Aktienmarkt. "Ein schwacher Euro sollte eigentlich die Attraktivität deutscher Standardwerte für ausländische Investoren steigern, da sie billiger werden", sagte ein Händler.



Bei den Hochtechnologiewerten verlor SAP bis zum Handelsschluss um gut ein Prozent. Epcos gab um 0,9 Prozent nach. Infineon sackte um gut ein Prozent ab.



Indexschwergewicht Deutsche Telekom ermäßigte sich um 4,1 Prozent. Gegen die allgemeine Markttendenz konnte Lufthansa anziehen. Die Aktie legte um über 0,5 Punkte auf 23,43 Euro zu.



Händlern zufolge profitierte die Lufthansa von der angekündigten Ausweitung der Ölfördermenge.



Bereits am Freitag war der Wert im Zuge einer technischen Erholung um 1,3 Prozent gestiegen. ThyssenKrupp sackte nach einem vorübergehenden Erholungskurs um 0,3 Prozent ab.



Zu den deutlichen Verlierern zählten Münchener Rück mit einem Kursabschlag von 2,3 Prozent. Händler erklärten den Abwärtstrend mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie war in der vergangenen Woche gut gelaufen.



Degussa-Hüls

verbilligten sich um 1,1 Prozent. BMW lagen zu Handelsschluss mit 1,2 Prozent im Minus. Auch nach acht Monaten hatte der Münchener Autokonzern weltweit deutlich mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Von Januar bis August 2000 seien 544.000 Fahrzeuge abgesetzt worden, 8,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte BMW am Montag in München mit. Allein im August seien die Verkaufszahlen um 13,4 Prozent auf 56.000 Stück gestiegen. Der MDax schwächte sich bis zum Handelsschluss am Montag um 0,9 Prozent auf 4914 Punkte ab.

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