Kurssprünge bei Konsumwerten
Wall Street: Tech-Verlierer behalten die Oberhand

Die großen Verlierer vom Wochenauftakt gehörten am Dienstag zu den größten Gewinnern. Allerdings strichen Anleger im Gegenzug die Gewinne der guten Performer vom Montag wieder ein, so dass unter dem Strich nicht viel an den Märkten passierte.

Die beiden größten US-Indizes beendeten den Handelstag im roten Bereich. Der Dow Jones schloss bei 10.208 Punkten und einem Minus von 40 Zählern. Der Nasdaq Composite verlor 43 Zählern und notierte bei 1742 Punkten.

Nach der Gewinnwarnung von IBM zum Wochenbeginn konnte der Computerhersteller Compaq am Dienstag die Wogen im Computerbereich glätten. Das Compaq-Management geht davon aus, dass die Prognosen mindestens erfüllt werden.

Doch die größten Kurssprünge machten die Papiere von Konsum- und Einzelhandelsfirmen. Die Drogeriekette CVS hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Mit Coupons hat CVS Kunden angelockt.

Die drittgrößte Fastfoodkette Wendy´s beendete den Handel mit einem Kurs von 37,40 Dollar und einem Plus von rund 4 Prozent auf einem neuen Höchststand. Wendy´s hat im letzten Quartal besser abgeschnitten.

Rückendeckung von Analysten hat Eastman Kodak bekommen. Die jüngsten Daten aus dem Einzelhandel deuten darauf hin, das Kodak das Gröbste überstanden habe, so die Investmentbank Salomon Smith Barney. Die Terroranschläge in den USA und die Rezession haben den Amerikanern die Reiselust verdorben. Das hieß: Weniger Urlauber, weniger Fotos und geringere Einnahmen für Kodak. Doch die Analysten sind zuversichtlich, dass sich das Umfeld gebessert hat. Allerdings bleibt der Konkurrenzkampf mit Fuji ein Risiko. Die Aktie gehörte heute jedoch mit einem Kursanstieg von rund 4,5 Prozent zu den größten Gewinnern im Dow Jones Index.

Umgedrehte Vorzeichen standen am Dienstag vor der Ölindustrie. Die Ölpreise fielen um drei Prozent, nachdem von Israel das Signal ausging, sich aus Teilen der West Bank zurückzuziehen. Zudem deutete Saudi-Arabien an, die fehlenden Ölexporte zu decken, sollte der Irak tatsächlich das angedrohte Embargo gegen die USA und seine Verbündeten in die Tat umsetzen.

Die Ölpreisentwicklung belastete die Papiere von Ölkonzernen wie Exxon Mobil. Rund drei Prozent schwächer notierte Phillips Petroleum. Das Management der Raffinerie deutete an, dass die Prognosen im ersten Quartal voraussichtlich deutlich verfehlt werden. Die Margen der Benzinproduktion sind auf den tiefsten Stand seit 10 Jahren gefallen, und anstelle eines Gewinns wird Phillips rote Zahlen in die Bilanzen eintragen müssen.

Zu den größten Belastungen für die Wall Street entwickelten sich im Tagesverlauf vor allem Technologietitel. Vor den Quartalszahlen von Genentech und Yahoo, die am Dienstag beziehungsweise Mittwoch nach Börsenschluss die Geschäftsdaten vorlegen, wollten Investoren abwarten und sich nicht die Finger verbrennen. Dementsprechend schwächer notierten die betroffenen Branchen.

Unter starken Verkaufsdruck geriet Cisco Systems: Nach der Ertragswarnung von IBM befürchten Marktteilnehmer nun auch eine Warnung des Netzwerkspezialisten. Die Aktie büßte am Dienstag acht Prozent ein. Dennoch erwarten die Experten von Soundview Financial, dass das Management die Umsatz- und Ertragsprognosen für das Quartal einhalten können.

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