Kurssprung jederzeit denkbar
Gold-Preis wenig verändert

Gold hat sich am Donnerstagmorgen im europäischen Handel bei leichterer Tendenz wenig verändert präsentiert. Der Beginn des erwarteten Kriegs im Irak hat laut Marktteilnehmern keinen Run auf das als "sicherer Hafen" geltende gelbe Metall ausgelöst.

Reuters LONDON/ZÜRICH. "Es scheint, dass der Markt einen schnellen Verlauf und ein erfolgreiches Ende eingepreist hat", hiess es in einem Kommentar von Barcleys Capital.

Die Feinunze Gold notierte zu Mittag bei 335,25/326,25 Dollar nach 335,50/336,25 Dollar zum Handelsschluss in New York am Mittwoch. Das Vormittagsfixing in London erfolgte bei 335,50 Dollar nach 335,80 Dollar beim Nachmittagsfixing am Vortag.

Gold scheine angesichts des Kriegsausbruchs relativ gelassen, aber schlechte Neuigkeiten könnten jederzeit zu einem Kurssprung führen, hieß es. Vor allem eine anhaltende Schwäche des Dollar könnte Gold nach oben treiben.

Ein schwächerer Dollar macht das in der US-Devise angeschriebene Gold für nicht in Dollar rechnende Anleger attraktiver.

"Unsicherheit ist Devise des Tages," sagte John Reed, Metall-Analyst bei UBS Warburg. Gold werde während des Krieges sehr volatil bleiben, erklärte James Moore, Analyst bei TheBullionDesk.com. Derzeit limitierte die Meinung, dass es wohl ein rasches Kriegsende geben werde, die Attraktivität von Gold als "sicherer Hafen".

In Zeiten drohender Kriege entwickelt sich der Goldpreis oft volatil. Als irakische Truppen 1990 in Kuwait einmarschierten, stieg der Feinunzenpreis um 45 Dollar auf 415 Dollar. Als die alliierten Streitkräfte dann mit der Befreiung Kuwaits begannen, fiel die Notierung wieder um 40 Dollar.

Silber notierte leichter bei 4,39/4,41 nach 4,41/4,43 Dollar in New York. Auch die Weissmetalle ermässigten sich etwas. Platin wurde mit 672/677 nach 675/680 Dollar angeschrieben und Palladium notierte bei 231/236 nach 232/237 Dollar.

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