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Kurssturz am Neuen Markt

Die Trendwende ist noch fern

Die früheren Vorzeigeaktien belasten den Neuen Markt. T-Online, Mobilcom, EM.TV und seit gestern auch Consors: Sie alle standen lange Zeit für Größe und vor allem Substanz unter einer Vielzahl oftmals spekulativer Werte. Sie hatten längst die Phase des Startups hinter sich gelassen und galten trotzdem als Paradebeispiel für ewiges Wachstum. Doch seit Mobilcom mit roten Zahlen kämpft, EM.TV Bilanzierungsfehler macht, T-Online einen Vorstand nach dem anderen entlässt und bei Consors die gesamte Strategie in Frage gestellt wird, ist der Neue Markt in Aufruhr. Schließlich waren es bisher stets die Kleinen und Schwachen, die für negative Schlagzeilen sorgten. Wenn nun aber auch das Vertrauen in die Marktschwergewichte schwindet, leidet die gesamte Wachstumsbörse.

Woher soll nun noch die Wende zum Guten kommen, wenn man sich nicht einmal mehr auf die einstigen Aushängeschilder verlassen kann? Die breite Masse an kleinen und mittleren Unternehmen wird einen Umschwung kaum bewirken können. Dafür fehlt auch ihnen im Moment die Substanz. Deswegen dürfte der schon lange erwartete Aufschwung an der Wachstumsbörse noch bis ins neue Jahr auf sich warten lassen. Solange die Schwergewichte nicht für positive Nachrichten sorgen, wird es am Neuen Markt zu keiner nennenswerten Trendwende kommen.

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