Kurssturz bei Heyde
Nemax dreht ins Minus

Nach einem guten Start ist dem Nemax die Puste ausgegegangen. Der schwache Nasdaq-Future sorgte für Minuszeichen bei den Wachstumswerten.

rtr/FRANKFURT. Der Neue-Markt-Index Nemax 50 konnte seine Anfangsgewinne nicht halten. Der alle Werte des Wachstumssegments umfassende Nemax-All-Share lag gegen 11.54 Uhr 1,29 % im Minus bei 2257,98 Punkten und der Blue-Chip-Index Nemax-50 tendierte 1,64 % niedriger bei 2150,04 Zählern.



Händler erklärten die Entwicklung unter anderem mit Gewinnmitnahmen als Reaktion auf die Anfangsgewinne. Außerdem belasteten die Verluste von Intershop den Markt. Im Mittelpunkt des Interesses standen Börsianern zufolge Singulus , die nach einem Kurseinbruch am Dienstag und der anschließenden Veröffentlichung von Gesamtjahreszahlen kräftig zulegten. Heyde brachen nach Spekulationen um Verkäufe Institutioneller Anleger ein.

Der Markt sei zu optimistisch in die Sitzung gestartet, sagte ein Börsianer. Zudem belasteten die nachgebenden Intershop-Kurse die Gesamtstimmung. Die Aktie verbilligte sich um 5,06 % auf 8,45 Euro. Am Dienstag hatte die US-Firma Open Market Patentklage gegen Intershop eingereicht. Wie bereits in den vergangenen Tagen sei ein langsamer Rückzug der Institutionellen Anleger zu verzeichnen, ergänzte eine Marktteilnehmerin. Die Umsätze seien insgesamt aber eher gering.

Bis zur Eröffnung der Wall Street rechnen die Experten mit einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau. Nach der US-Eröffnung werde der Neue Markt "wohl oder übel" den Vorgaben der Technologiebörse Nasdaq folgen, hieß es.

Umsatzspitzenreiter mit großem Vorsprung waren Singulus , die 19,48 % auf 20,79 Euro zulegten. Die Aktie war am Dienstag um 40 % eingebrochen und hatte nach Börsenschluss erfreuliche Gesamtjahreszahlen bekannt gegeben. Kräftige Gewinne verbuchten auch Valor, die nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um 23,79 % auf 3,59 Euro stiegen. Das Biotech-Unternehmen Qiagen legte nach der Bekanntgabe des Abschlusses eines Forschungsabkommens 6,65 % auf 26,13 Euro zu.

Ganz oben auf der Verliererliste standen unterdessen Heyde. Die Aktie brach bei hohen Umsätzen um 27,19 % auf 7,52 Euro ein. Händler machten den Verkauf durch einen großen institutionellen Anleger hierfür verantwortlich. Unbestätigten Gerüchten zufolge stehe zudem eine Gewinnwarnung des Unternehmens bevor. Beim Unternehmen war dazu zunächst niemand für eine Stellungnahmen zu erreichen.

Der Nasdaq-100-Future deutet mit einem Minus von 34,50 Punkten auf 2291,50 Zähler auf eine schwächere Eröffnung in New York hin.



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