Kurssturz um 300 Punkte
Dow Jones bricht ein

Der Dow Jones Index baut seine Verluste aus. Das Barometer der 30 US-Standardwerte startete schwach und baut im Handelsverlauf die Kursverluste aus. Etwas besser hält sich die Technologiebörse Nasdaq, hier gehen die Kurse im Durchschnitt nur um um rund 1 % zurück. Intel und Microsoft können gegen den Trend zulegen.

Neben negativen Unternehmensmeldungen belasten auch die aktuellen Konjunkturdaten die Börse. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fiel in der vergangenen Woche um 1000 auf 379.000 Anträge. Damit liegt die Zahl der Anträge nach wie vor nahe dem höchsten Niveau seit 1998. Die über vier Wochen betrachtete durchschnittliche Anzahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung stieg auf 377 000 Anträge. Analysten und Beobachter rechnen nun mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Lag die Arbeitslosenquote im Februar noch bei 4,2 % könnte sie bis zum Ende des Jahres sogar 4,5 % erreichen, prognostizierte eine Analystin.

Zusätzlich belastet die augenblickliche Sparsamkeit der Amerikaner die Börse. Am 15. April muss jeder Bürger der USA seine Steuererklärung abgeben. Daraufhin könnten Steuernachzahlungen anstehen. Um für größere Forderungen des Finanzamtes gewappnet zu sein, halten die Amerikaner in dieser Jahreszeit traditionell ihr Kapital zurück.

Negative Unternehmensnachrichten belasten zusätzlich

Auch die negativen Unternehmensnachrichten reissen nicht ab. So haben sich die Gerüchte über die Stellenstreichungen bei Procter & Gamble bestätigt. Der Konsumgüter-Konzern wird 9.600 Arbeitsstellen oder 9 % der Mitarbeiter abbauen, gab das Unternehmen vor Börseneröffnung bekannt. Das Wall Street Journal berichtete gestern, dass sogar die Entlassung von 10 bis 20 % der Belegschaft in Erwägung gezogen würde. In diesen Tagen sollen bereits die ersten Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Insgesamt hofft der Konzern, durch diese Maßnahmen 1,4 Milliarden einzusparen. Die Aktie von Procter & Gambel-Aktie verliert im Handelsverlauf mehr als 1,5 %.

Eine Gewinnwarnung von dem Charles Schwab erschüttert den Bereich der Online-Broker. Man werde den prognostizierten Gewinn für das laufende Jahr nicht erreichen können, meldete der größte Online-Broker der USA. Gleichzeitig kündigte Schwab die Entlassung von 13 % der Belegschaft an. Die Aktie des Online Brokers verliert mehr als 5 %.

Lucent verschiebt IPO von Tochterunternehmen

Da sich im Halbleiterbereich schlechte Nachrichten häufen, traut sich Lucent Technologies nun nicht mehr sein Tochterunternehmen Agere Systems an die Börse zu bringen. Investoren würden im Augenblick Aktien von Chipherstellern meiden, so das Lucent Management. Die Lucent Aktie fiel um 3 %. Die Aktie des Konkurrenten Juniper Networks kann sich dagegen behaupten.

Stärker tendiert auch Micron Technology. Das Halbleiterunternehmen hatte gestern nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Die Chip-Sparte des größten US-Herstellers von DRAM Speicherchips konnte das zweite Quartal knapp in der Gewinnzone beschließen. Das Konzernergebnis will Micron Technology erst in der kommenden Woche vorlegen. Die Tochtergesellschaft Micron Electronics meldet erst an diesem Freitag ihre Zahlen. Analysten zeigten sich positiv überrascht, dass die Chip-Sparte nicht mit einem Verlust abschließen wird.

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