Kursunsicherheit in den vergangenen Wochen
"Klammheimlicher" Verkauf von Infineon-Aktien dementiert

Die Siemens AG hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach der Konzern angeblich Infineon-Aktien verkauft habe. Der Börsenbrief "Die Actienbörse" hatte berichtet, dass Siemens im Vorfeld der Gewinnwarnung von Infineon "klammheimlich" Aktien des Tochterunternehmens im Volumen von einer Milliarde Euro auf den Markt geworfen habe.

ddp-vwd. MÜNCHEN. "Wir dementieren, dass Aktien in dieser Größenordnung und in Zusammenhang mit der Gewinnwarnung verkauft worden sind", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in München. Nach seinen Worten könnte der Bericht irrtümlich durch Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer in einem Zeitungsinterview zustande gekommen sein.

Dort hatte der Konzernlenker betont, dass die Belastungen im dritten Quartal durch einen außerordentlichen Ertrag von mehr als einer Milliarde Euro aus dem Verkauf des Anteils von 15 Prozent an Infineon an den Siemens-Pensionsfonds gedämpft werde. Insgesamt sind dem Fonds 94 Millionen Aktien übertragen worden.



Laut "Actienbörse" würde sich durch eine derartige Transaktion die Unsicherheit des Kurses in den vergangenen Wochen erklären lassen. Am Mittwoch hatten sich Marktteilnehmer überrascht darüber gezeigt, dass am Vortag trotz der positiven Nachrichten durch US-Technologieunternehmen Infineon gegen den Markttrend nachgaben und bis zum Handelsschluss deutlich im Minus blieben. Auch Infineon kündigte dazu Untersuchungen an. Händlerangaben zufolge hatten vor allem US-Adressen am Nachmittag im großem Umfang Infineon-Aktien verkauft.

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