Kursverlusste nach Gerüchten
Telekom will angeblich US-Mobilfunker VoiceStream kaufen

dpa/lnw BONN. Die Deutsche Telekom will nach einem Bericht der "Financial Times" die US-Mobilfunkfirma VoiceStream übernehmen. Für den Kauf müsste der Telefonkonzern mehr als 30 Mrd. $ (60,9 Mrd. DM/31,14 Mrd. Euro) zahlen, schrieb die britische Wirtschaftszeitung in ihrer Dienstag- Ausgabe.

Interesse an einer Übernahme sollen auch die France Telecom und der US-Telekomkonzern SBC haben. Die Deutschen seien in den Verhandlungen aber schon weiter und hätten VoiceStream ein konkretes Angebot vorgelegt, hieß es.

Ein Telekom-Sprecher nannte den Bericht eine Spekulation, zu der das Unternehmen keine Stellung nehme. VoiceStream (8 200 Beschäftigte) hatte sich im Februar mit den Konkurrenten Omnipoint und Aerial zusammengeschlossen. Alle drei Unternehmen arbeiten mit dem auch in Europa üblichen Mobilfunkstandard GSM.

Zum Ende des ersten Quartals 2000 verzeichnete VoiceStream nach eigenen Angaben 2,3 Mill. Kunden. Das Unternehmen schreibt derzeit allerdings noch Verluste (1999: 454 Mill. $). Der Börsenwert des schnell wachsenden Unternehmens soll derzeit bei 30 Mrd. $ liegen.

An der Frankfurter Börse haben die Aktien der Telekom wegen der möglichen Übernahme der US-Mobilfunkfirma zum Beginn des Handels deutlich an Wert verloren. Der Kurs fiel um 1,5 % auf 60,41 Euro. Diese Meldung bringe keinen Schwung in den Titel, hieß es in Händlerkreisen, obwohl eine Übernahme seit langem erwartet wird. In den vergangenen Tagen wurde immer wieder über eine möglichen Kauf der wesentlich größten US-Telekom-Firmen Sprint und Qwest beziehungsweise der britschen Cable & Wireless durch die Telekom spekuliert.

Rund 56 % des Kapitals von VoiceStream befindet sich nach nach der Fusion mit Omnipoint in der Hand von ausländischen Investoren. Die größten Aktionäre sind dabei Hutchison Whampoa aus Hongkong und die finnische Sonera.

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