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Kursverluste an New Yorks Börsen

Die New Yorker Aktienmärkte tendierten am Mittwoch schwächer. Kursverluste bei den Chipwerten belasteten die Aktien, nachdem Analysten negative Kommentare für den Sektor ausgesprochen hatten. Auch die Branche der Medien- und Internetwerte geriet unter Druck.

Nachdem die Nachricht der Feuerpause in Nahost die Märkte am Morgen zunächst beflügelt hatten, sorgten Wachstumsbedenken wieder für besorgte Stimmung auf dem Parkett. Der Dow Jones verlor am Dienstag rund 1,4 Prozent auf 10089 Punkte. Der Nasdaq Index schloss mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 3213 Zählern. Die Märkte belasteten vor allem die negativen Kommentare auf die Aktien des computerverwandten Sektors. Paine Webber stufte am Morgen Abobe Systems und Micron Technology ab. Analyst Ben Reitzer reduzierte die Einschätzung von Adobe von "kaufen" auf "attraktiv". Nachdem die Aktie in diesem Jahr bereits 96 Prozent an Wert zugelegt hat, hält der Experte weitere Kurssteigerungen für unwahrscheinlich.



Auch Micron Technoloy kämpft mit einer Abstufung von Paine Webber. Wegen sinkender Preise für DRAM Chips reduzierten die Experten das Kursziel der Aktie drastisch von 110 auf 50 Dollar und stufte den Wert von "kaufen" auf "attraktiv" ab.



Über den Medien- und Internetaktien schwebten am Dienstag dunkle Gewitterwolken. Ausgelöst wurde der Abgabedruck durch eine Studie von Lehman Brothers. Die Analystin Holly Becker stuft die Aktien von Yahoo auf "halten" ab und äußert sich skeptisch zu der Entwicklung der Werbeeinnahmen. Investoren sollten davon ausgehen, dass das Umsatzwachstum von Quartal zu Quartal nur noch einstellig ausfallen werde und die Gewinnmargen unter Druck blieben. Auf diesen Aussichten basierend, sei die Aktie reich bewertet. Ohne Frage werde das Geschäft mit Online-Werbung langfristig sehr profitabel sein und sich bei Marktführern wie America Online und Yahoo bezahlt machen. Becker rechnet für 2001 jedoch lediglich mit einer branchenweiten Steigerung der Werbeeinnahmen von zehn bis 20 Prozent, die damit hinter dem Wachstumsziel der Branche von 50 bis 60 Prozent zurücklägen.



Pessimistische Prognosen bei America Online und Time Warner ließen die Anleger die für Dienstag Abend angekündigten Quartalsergebnisse von Technologiegiganten Intel und IBM vergessen. Time Warner belasteten Bedenken, dass das Quartalsergebnis schwächer als erwartet ausfallen könnte. Erhöhte Ausgaben und gestiegene Steuerzahlungen sollen das Ergebnis belasten.



Der Philadelphia Semiconductor Index verlor über den gesamten Handelstag rund elf Prozent an Wert. Mit dem Trend verlor auch Terdayne. Die Gewinnwarnung für das laufende Quartal verhagelte dem Hersteller von Messtechnik für die Chipindustrie die Kursgewinne. Zwar hatte Terayde im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 84 Cents pro Aktie gemeldet, doch wird der Umsatz im vierten Quartal rund zwei bis vier Prozent unter dem Niveau des dritten Quartals liegen. Statt des erwarteten Gewinns von 99 Cents pro Aktie würden somit nur Erträge von 60 Cents pro Papier erwirtschaftet. Merrill Lynch stufte die Aktie von "kaufen" auf verkaufen ab. Mit höheren Zigarettenpreisen konnte Philip Morris einen Gewinn auf 2,24 Milliarden Dollar oder 99 Cents pro Aktie verbessert. Der Gewinn aus dem Zigarettengeschäft stieg dabei um 6,1 Prozent. Das Ergebnis fiel im Rahmen der Erwartungen aus. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 20,06 Milliarden Dollar.



Johnson & Johnson

profitierte von guten Quartalsdaten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte der Konsumartikelhersteller seinen Gewinn um 14 Prozent auf 89 Cents pro Aktie Die Umsätze lagen mit 7,2 Milliarden Dollar 4,6 Prozent über den Zahlen des Vorjahresquartals. Das Unternehmen wurde durch den starken Dollar-Wechselkurs bei seinen internationalen Verkäufen getroffen, die im Berichtsquartal um 3,6 Prozent zurückgegangen sind. Der Vorstandvorsitzende Ralph S. Larsen gibt sich jedoch zufrieden, dass trotz des schwachen Euros, die Gewinnmarge verbessert werden konnte.

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