Kursverluste
Dax startet schwach

. Die deutschen Börsen kennen auch am Dienstag zunächst nur eine Richtung: abwärts. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor in den ersten Handelsminuten 1,18 % auf 5 692,91 Punkte.

dpa/ddp/vwd FRANKFURT. Der 70 mittelgroße Werte umfassende MDax rutschte 0,26 % auf 4 564,84 Punkte ab. Die Vorgaben aus den USA waren wenig erfreulich. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte hatte 1,0 % auf 9 777,71 Punkte und der Nasdaq-Index 3,1 % auf 1 782,97 Zähler abgegeben. Händler hatten deshalb mit leichteren Kursen und Druck auf die Technologiewerte gerechnet.

So standen im Dax auch SAP an der Spitze der Verlierer. Die Papiere des Softwarehauses verloren 6,52 % auf 114,61 Euro. Hier belaste die Gewinnwarnung des US-E-Business-Konzerns Ariba, meinen Beobachter. Aber auch Infineon sanken um rund 2,8 % auf 38,80 Euro. Siemens gaben 1,9 % auf 112,30 Euro ab, und Epcos verbilligten sich um 1,5 % auf 63,50 Euro. Fester tendierten konservative Werte. Fresenius Medical Care setzten sich mit einem Plus von 2,02 % auf 77,87 Euro zunächst an die Spitze des Feldes. Später wurde der Titel von der Metro-Aktie abgelöst. Der Konsumtitel legte 2,89 % auf 49,90 Euro zu.

Bankenwerte unter Druck

Die auf der Analystenkonferenz bekanntgegebene Gewinnsteigerung durch die Dresdner-Übernahme bei Allianz sei positiv, so Beobachter. Demnach solle der Gewinn pro Aktie bereits im Jahr 2001 zulegen. Allerdings könnte das sehr volatile Handelsgeschäft der Dresdner-Bank natürlich auch belasten, warnen andere Stimmen. Entgegen vorbörslichen Einschätzungen fielen Allianz kurz nach Handelsstart um 3 % auf 307,40 Euro, und Dresdner Bank gaben 2,6 % auf 49,45 Euro ab. Anscheinend würden Investoren jetzt die Gewinne realisieren, die während der aufkommenden Gerüchte in der vergangenen Woche entstanden seien, heißt es.

Stark unter Druck standen auch andere Bankenwerte. Die Commerzbank <> gab 1,85 Prozent auf 30,18 Euro ab und auch der bisherige Branchenprimus Deutsche Bank verzeichnete einen Abschlag von 1,35 PRozent auf 83,37 Euro. Dieser Negativreihe entzog sich aber die Hypo Vereinsbank, deren Papiere legten um 1,72 Prozent auf 61,93 Euro zu.

Gescheitere Tarifverhandlungen belasten Lufthansa-Aktien

Die gescheiteren Tarifverhandlungen bei Lufthansa belastet die Aktien, die um 0,8 % auf 19,90 Euro fielen. Die Pilotengewerkschaft hatte in der vergangenen Nacht die Verhandlungen für gescheitert erklärt, nachdem Lufthansa Gehaltserhöhung von 10 bis 16 % angeboten hatte. Kurz vor 9.00 Uhr kamen dann Meldungen auf, wonach die Piloten noch im April wiederholt streiken wollen.

Wenig beeindruckt zeigte sich der Markt von einem Zeitungsbericht, wonach Daimler Chrysler sich mit dem Volvo-Autokonzern darauf geeinigt haben soll, dass die Stuttgarter den 3,3-Prozent-Anteil der Schweden an Mitsubishi Motors übernehmen. Der DaimlerChrysler-Anteil würde damit auf über 37 Prozent steigen und sogar die Beteiligung der Mitsubishi-Gruppe übertreffen. DaimlerChysler stiegen um 0,02 Prozent auf 51,36 Euro.

Der Wiesbadener Linde-Konzern verbuchte vor Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen ein Plus von 0,44% auf 47,91 Euro. Das Unternehmen rechnet für 2001 mit einer Umsatzsteigerung um 8 % auf mehr als neun Mrd. Euro (2000: 8,45 Mrd. Euro) und einer Ergebnisverbesserung, die über die Umsatzzunahme hinausgeht.

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