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Kursverluste zu Handelsschluss

Maccarony & Cheese, Gericht und Packung kennt fast jeder. Ob die Kraft Food-Aktie auch so ein beliebter Exportschlager wird, wie Krafts Lebensmittel wird sich nun zeigen. Zur Wochenmitte notierte Philip Morris Lebensmittelsparte erstmals an der Wall Street.

Am oberen Ende der Bookbuildingspanne ausgegeben machte das Papier am ersten Handelstag lediglich 0,5 Prozent an Kursgewinn gut. Konzernmutter Philip Morris, die an Kraft noch satte 84 Prozent der Anteile hält, war am Festtag der Tochter bei den Anlegern eher unbeliebt. Unterstützung diverser Brokerhäuser halt da wenig. Brokerhaus Goldman Sachs bestätigte die Aktie des Tabakriesen mit "überdurchschnittlicher Marktperformer". Credit Suisse empfahl das Papier sogar zum Kauf. Goldman Sachs prognosiziert der Aktie, die am Mittwoch bei rund 48 Dollar schloss auf Sicht von zwölf Monaten ein Kursziel von mindestens 70 Dollar. Steigende Erträge im Tabak- und Nahrungsmittelbereich und das nachlassende Risiko weiterer Raucherklagen dürfte dem Wert zugute kommen. Vom Kursgewinnen nicht verwöhnt gingen auch Einzelhandels-, Chip und Netzwerkaktien mit Kurseinbußen aus dem Handel.

Wal-Mart, Kohl´s und Home Depot litten unter enttäuschenden Einzelhandelsdaten für den Monat Mai. Die Umsätze des Sektors sind zwar im vergangenen Monat um 0,1 Prozent leicht gestiegen, doch insgesamt betrachtet deuteten die Zahlen auf eine sich weiterhin abkühlende US-Konjunktur. Die Mehrheit der Experten hatte mit einem Anstieg der Einnahmen im Einzelhandel um 0,3 Prozent gerechnet. Lässt man die Umsatzentwicklung in der Autobranche unberücksichtigt, stiegen die Einzelhandelsumsätze im Mai um 0,3 Prozent und lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Im April waren die Umsätze noch um 1,1 Prozent gestiegen. Doch die Anleger scheinen sich wieder gefangen zu haben.

Unerfreuliche Nachrichten belasteten den Sektor der Netzwerkausrüster. Lucent verlor über sechs Prozent, nachdem die Rating Agentur Standard&Poor´s die langfristige Kreditwürdigkeit des US-Telekommunikationsausrüsters nach unten revidierte. Schlechte Bedingungen auf dem Kommunikationssektor erschwerten es dem Unternehmen, die Profitabilität und den Cash Flow zu steigern. JDS Uniphase und Juniper Networks, anfänglich noch in der Gewinnzone, konnten sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen.

Wenig zufriedenstellende Nachrichten gibt es von Übernahmepoker um Honeywell. Die Nachrichtenagentur Reuters will in Erfahrung gebracht haben, dass das heutige Treffen von GE Vorstand Jack Welch mit dem europäischen Wettbewerbshüter Mario Monti nicht erfolgreich verlief. Die Wettbewerbsbehörde bestätigte bisher nur, dass nun ein zweites Treffen mit Monti geplant sei. Sowohl Honeywell als auch General Electric notierten schwächer.

Auf der Beliebtheitsskala nach oben ging es dagegen wieder für die Aktien der Biotechnologiebranche. Nachdem die in den vergangenen Tagen von schlechten Testergebnissen gebeutelte Branche am Dienstag von den Einkäufen von Schnäppchenjägern profitierte, ging es zur Wochenmitte erneut nach oben. Amgen und Biogen legten an Wert zu.

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