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Kursverluste zum Wochenschluss

Die US-Aktienmärkte notierten zum Wochenschluss schwächer. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index gingen mit Kursverlusten ins Wochenende. Zwar konnte der Nasdaq Index in der vergangenen Woche den größten Tagesgewinn seiner Geschichte verbuchen, verlor aber dennoch über die Woche rund 2,5 Prozent der Punkte. Die Sorgen um die weitere Zins- und Konjunkturentwicklung und sinkende Unternehmensgewinne trübten am Freitag die Stimmung auf dem Parkett.

Zwar beflügelte Alan Greenspan die Märkte am Mittwoch mit der unerwartet frühen und starken Senkung der US-Leitzinsen, doch nahmen die Arbeitsmarktdaten dem Markt am Freitag einen Teil ihrer Vorfreude auf eine mögliche weitere Senkung der Zinsen bei der nächsten Notenbanksitzung Ende Januar.



Zwar stiegen die Lohnkosten und die Anzahl neu geschaffenen Arbeitsplätze fiel im Dezember geringer aus als erwartet, doch lag die Arbeitslosenquote mit vier Prozent im Rahmen der Erwartungen. Im Tagesgeschehen dominierte jedoch die Sorge um die Entwicklung der Unternehmenserträge.



Vor allem Kursverluste bei Einzelhandels-, Finanztiteln und Aktien von Herstellern von Kommunikationszubehör belasteten die Börsenbarometer. American Express, Citigroup J.P. Morgan und Next Level verloren an Wert.



Den Einzelhandel zogen die Kursverluste von Wal-Mart, Home Depot und anderer Werten in die Tiefe. Nordstrom belastete den Sektor mit negativen Meldungen. Die Einzelhandelskette hat im vergangenen Quartal voraussichtlich nur die Hälfte des ursprünglich prognostizierten Gewinns erwirtschaftet.



Nachdem Tiffanys am Donnerstag die enttäuschenden Geschäftszahlen der Vorweihnachtszeit veröffentlichte, griff das Investmenthaus Goldman Sachs der Aktie unter die Arme und bestätigte den Wert auf der Empfehlungsliste. Credit Suisse First Boston stufte den Einzelhandelswert The Limited ab.



Auch General Motors gehörte zu den Dow-Verlierern. Der Autokonzern wird in Kürze 29 seiner Fabriken schließen. Grund dafür sind unter anderem die enttäuschenden Verkaufszahlen des Dezembers.



Finanztitel hatten vor allem unter den Gerüchten um die Bank of America zu leiden. Die Aktie war am Freitag morgen verspätet in den Handel gestartet, nachdem Spekulationen laut wurden, das Kreditinstitut habe Verlusten durch Derivatgeschäften und durch faule Kredite erlitten. Die Bank of America dementierte die Meldungen jedoch umgehend.



Auch der Biotechnologie-Sektor geriet in der vergangenen Woche unter Druck. Biogen bekam vor dem Wochenende noch einen Hiebvon Merrill Lynch. Die Analysten stuften die Aktie von "kaufen" auf "akkumulieren" ab.



Ebenfalls unter Druck geraten war am Freitag Delta. Die Fluggesellschaft reduzierte die Gewinnerwartungen für das vergangene Quartal um 65 bis 75 Millionen Dollar und wird die Erwartungen der Analysten damit um rund 32 Prozent verfehlen. Schuld an den unerfreulichen Quartalsdaten sollen die Winterstürme und der Streik der Piloten gewesen sein, der sich gegen Überstunden richtete. Bis Handelsschluss erreichte die Aktie jedoch wieder die Gewinnzone.

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