Kursziel zwischen 29 und 32 Euro
Analysten raten weiter zum Einstieg bei der Lufthansa

Die Aktie der Deutsche Lufthansa soll nach Meinung von Analysten auch nach ihrer Talfahrt weiter auf dem Kaufzettel stehen.

Reuters FRANKFURT. Die Aktie der Deutsche Lufthansa sollte nach Meinung von Analysten auch nach ihrer jüngsten Talfahrt weiter auf dem Kaufzettel der Anleger stehen. Das derzeitige Niveau sei sogar eine "klare Kaufgelegenheit", sagte Lufthansa-Analyst Michael Benedikt von der Bank Julius Bär am Donnerstag in Frankfurt. An seiner Empfehlung "strong buy" habe sich ebenso wie am Kursziel von 32 Euro nichts geändert. Auch Analyst Uwe Weinreich von der Bankgesellschaft Berlin rät Investoren jetzt zum Einstieg in das Lufthansa-Papier. Die Perspektive der Gesellschaft sei ungebrochen gut, sagte er. Weinreichs Kursziel liegt nach wie vor bei 31 Euro. Auch das Investmenthaus Schroder Salomon Smith Barney hatte jüngst sein Kursziel Euro bestätigt, und zwar bei 29.

Die Aktie der Deutschen Lufthansa war Anfang August nach zuvor rund einjähriger Aufwärtsbewegung in einen Abwärtstrend übergegangen. Das Papier sackte in den vergangenen vier Wochen von mehr als 27 Euro auf zuletzt gut 23 Euro ab. Dabei gilt die Flugesellschaft bei Branchenbeobachtern nach wie vor als stärkster Vertreter in der europäischen Luftfahrtbranche. Auch die vor wenigen Wochen präsentierten Halbjahreszahlen untermauerten nach Analystenmeinung mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinnen den robusten geschäftlichen Zustand der Airline.

Gewinnmitnahmen haben Aktie belastet

Gedrückt worden sei der Lufthansa-Kurs in den vergangenen Wochen wohl vor allem durch Gewinnmitnahmen, urteilten sowohl Benedikt als auch Weinreich. Zusätzlich belastet werde das Papier durch den steigenden Ölpreis, der höhere Treibstoffkosten nach sich ziehe. Allerdings verwiesen die Analysten darauf, dass die Lufthansa sich gegen die wachsenden Kerosinkosten für dieses Jahr voll und für das kommende Jahr zu rund zwei Dritteln abgesichert habe. Irgendwann habe Lufthansa jedoch das Kontingent der abgesicherten Kosten ausgeschöpft, gab ein Händler zu bedenken. Zudem sei die Lufthansa-Aktie charttechnisch unter die 200-Tageslinie von 24 Euro gefallen. Als weiteren Grund für den Kursrutsch nannten Beobachter eine mögliche Umschichtung von Lufthansa in andere Branchen.

Ungeachtet der jüngsten Kursverluste sieht Analyst Weinreich die Lufthansa jedoch weiterhin gut positioniert. Nach den höheren Halbjahreszahlen rechnet er in der zweiten Jahreshälfte mit zusätzlichen positiven Effekten aus Kosteneinsparungen. Die Lufthansa werde ein stärkeres Augenmerk auf das Kostenmanagement legen, und es seien sinkenden Stückkosten zu erwarten. Mit Blick auf das Risiko weiterer Ölpreissteigerungen sagte Weinreich, "die Lufthansa ist am weitesten in die Zukunft abgesichert". Sein Kollege Benedikt von Julius Bär sieht bei der Lufthansa das beste Kurspotenzial bei den europäischen Fluglinien. Langfristig biete die Lufthansa "exzellente Aussichten". Benedikt erwartet für die kommenden Monate höhere Kapazitätsauslastungen und eine "Beruhigung an der Preisfront".

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